Premier League: Welcher Deutsche startet durch?

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Per Mertesacker ist einer von drei Deutschen, die in dieser Saison in der Premier League richtig durchstarten wollen

London - Reif für die Insel - aber auch für den Titel? Am Samstag startet die neue Saison in der Premier League und mit dabei sind drei Deutsche mit Ansprüchen auf den Titel.

Wenn am Samstag die Premier League in ihre 21. Saison startet, wollen gleich drei Legionäre aus Deutschland mit ihren Klubs im Kampf um Englands Fußball-Krone mitmischen. Lukas Podolski hat nach seinem Wechsel vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln zum FC Arsenal gemeinsam mit Per Mertesacker die erste Meisterschaft der Gunners seit 2004 im Visier. Marko Marin will mit Champions-League-Sieger FC Chelsea den favorisierten Stadtrivalen aus Manchester Paroli bieten.

„Ich denke, dass die beiden Klubs aus Manchester aufgrund der vergangenen Saison über allem stehen. Wenn es uns diesmal gelingt, besser in die Saison zu starten, können wir sicher oben mitmischen“, sagte National-Verteidiger Mertesacker (27) im Interview mit Welt Online.

Nach dem Abgang von Torjäger Robin van Persie, der sich für eine Ablösesumme von rund 29 Millionen Euro Rekordmeister Manchester United anschloss, sollen Podolski, der zweimalige spanische Europameister Santi Cazorla (27/vom FC Malaga) und der französische EM-Teilnehmer Olivier Giroud (25/HSC Montpellier) den nötigen Offensivwirbel entfachen.

„Am Ende ist natürlich jeder zu ersetzen. Aber ich habe natürlich gehofft, dass er bleibt“, sagte Mertesacker über den Abgang von van Persie, dem Torschützenkönig der abgelaufenen Saison. „Ich hätte ihn lieber ins Ausland verkauft“, sagte Teammanager Arsene Wenger und sprach von der „bittersten Pille“, die er jemals schlucken musste. Dafür steht dem Elsässer Jack Wilshere wieder zur Verfügung. Das 21 Jahre alte Offensivtalent verpasste wegen einer Knöchelverletzung die komplette letzte Spielzeit.

Nach dem Triumph in der Champions League will der FC Chelsea auch in der Liga wieder nach ganz oben. Dafür hat der Klub des russischen Magnaten Roman Abramowitsch erneut tief in die Tasche gegriffen. Der 9,8-Millionen-Euro-Transfer von Marko Marin von Werder Bremen zu den Londonern gilt dabei noch als kleiner Fisch.

Der brasilianische Nachwuchs-Stürmer Oscar, der mit der Selecao bei den Olympischen Spielen in London die Silbermedaille gewonnen hatte, spülte seinem bisherigen Arbeitgeber Internacional Porto Alegre 32 Millionen Euro in die Tasche. Der französische Mittelfeldspieler Eden Hazard vom OSC Lille kostete Chelsea gar 39, 5 Millionen Euro.

Dagegen übte sich Titelverteidiger Manchester City beim Sommergeschäft in vornehmer Zurückhaltung und setzt auf eine eingespielte Truppe. Lediglich den zweimaligen englischen Nationalspieler Jack Rodwell (21) nahm der Meister unter Vertrag. Falls aber Manchesters Abteilung Attacke um den extrovertierten italienischen Vize-Europameister Mario Balotelli und die Argentinier Carlos Tevez und Sergio Aguero harmoniert, dürfte der Titel nur über die Citizens gehen.

United will dem Nachbarn das Feld aber nicht kampflos überlassen und hat sich neben dem niederländischen Nationalspieler van Persie mit dem japanischen Shootingstar Shinji Kagawa vom deutschen Meister Borussia Dortmund in der Offensive verstärkt. In der Abwehr soll der nach seinem Kreuzbandriss genesene Nemanja Vidic wieder für Stabilität sorgen.

Aber vielleicht kommt es auch ganz anders und ein Außenseiter schlägt den Favoriten ein Schnippchen. „Wir spielen in vier Wettbewerben und wollen in allen Titel gewinnen“, sagte Ex-Europameister Steffen Freund, der seit dieser Saison Andre Villas-Boas bei seinem früheren Klub Tottenham Hotspur als Co-Trainer zur Seite steht, im Interview mit Sport1.

SID

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