Sieben Klubs überwintern in Europa

Prämien: Welches Team wie viel kassiert

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Hannovers Szabolcs Huszti

Stuttgart - Erstmals erreichen sieben Vertreter aus der Bundesliga die zweite Runde im Europacup. Neben der Anerkennung bringt das auch in Champions League und Europa League viel Geld: der Überblick über alle Teams.

Ein gutes Zeugnis lohnt sich finanziell. Das wissen auch die Clubs der Fußball-Bundesliga - und freuen sich über UEFA-Prämien unter dem Weihnachtsbaum. Nach der Gruppenphase sind den deutschen Vertretern in der Europa League bereits 10,2 Millionen Euro sicher. Dazu kommen Zuschauereinnahmen - und viel Anerkennung der internationalen Konkurrenz. Kein Land auf dem Kontinent hat im kommenden Jahr noch sieben Teams in Champions League und Europa League. „Das ist für die Bundesliga ein tolles Zeugnis im Moment“, lobte VfB-Stuttgart-Trainer Bruno Labbadia.

Hinter den Champions-League-Clubs Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 ist Hannover 96 Prämienmeister im Bundesliga-Ranking. Als einzigem deutschen Gruppensieger der Europa League sind den Niedersachsen bereits 2,8 Millionen Euro sicher. Bayer Leverkusen darf sich dank vier Siegen über 2,6 Millionen Euro freuen, 100 000 Euro weniger bekommt Borussia Mönchengladbach. Schlusslicht ist der VfB Stuttgart, der nach den durchwachsenen internationalen Auftritten noch 2,3 Millionen Euro kassiert.

Vor Spanien und England mit je sechs verbliebenen Mannschaften darf sich die Bundesliga vor der K.o.-Phase im Europacup also als stärkste Liga Europas bezeichnen. Keine Überraschung, findet Labbadia: „Man wird das nicht als Selbstverständlichkeit nehmen dürfen, aber hier wird über Jahre gute Aufbauarbeit geleistet, die Ausbildung ist gut.“

Dazu komme die enorme Ausgeglichenheit in Deutschlands höchster Spielklasse. „Das ist für uns Verantwortliche und Spieler unglaublich anstrengend, aber das tut der Liga gut“, meinte Labbadia. Man müsse anders als in anderen Ligen in „jedem Spiel bis zum Anschlag“ gehen.

Ähnlich sieht es Klaus Allofs: „Das ist keine Überraschung, die Bundesliga ist in den letzen Jahren Stück für Stück besser geworden“, sagte der Manager des VfL Wolfsburg. „Jetzt fehlt nur noch ein Titel.“

Die historisch einmalige Bilanz der Bundesliga ist über jeden Zweifel erhaben. Mit den jeweiligen Auftritten dürfen aber nicht alle Clubs durchweg zufrieden sein. Gladbach kam wie in der Bundesliga schwer in die Gänge und zahlte zu Beginn Lehrgeld. Und der VfB machte sich mit zwei peinlichen Niederlagen gegen den norwegischen Meister Molde FK das Leben schwer. „Mund abputzen“, kommentierte Sportdirektor Fredi Bobic am Donnerstag trocken.

Denn wie, ist letztlich egal - der VfB landet in einem der Lostöpfe für die nächste Runde im Februar. Am 20. Dezember warten bei der Ziehung nun zahlreiche Hochkaräter auf die deutschen Vereine. Der FC Chelsea, Inter Mailand, Lazio Rom mit Miroslav Klose oder der FC Liverpool sind mögliche Gegner. „Es wäre schön, wenn es in den K.o.-Runden so weiter gehen würde“, sagte Labbadia mit Blick auf die Bundesliga-Bilanz. „Auch, weil es uns punktemäßig England gegenüber nach vorne bringt.“

Dank der guten Ergebnisse ist der Rückstand auf die zweitplatzierte Premier League auf nur noch 2,634 Punkte geschrumpft. In der laufenden Saison liegt Deutschland mit 13,357 Zählern hinter Spanien (13,857) sogar deutlich vor England (11,142).

dpa

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