Polizisten-Mord: Catania-Fan zu elf Jahren Haft verurteilt

Rom - Ein Berufungsgericht in der sizilianischen Stadt Catania hat am Freitag einen Fußballfan wegen des Totschlags eines Polizisten zu elf Jahren Haft verurteilt.

Damit wurde das erstinstanzliche Urteil bestätigt, das im vergangenen Jahr gefällt worden war. Der 24-Jährige soll bei den schweren Krawallen am Rande des Derbys Catania gegen Palermo am 2. Februar 2007 den Polizisten Filippo Raciti getötet haben. Der Fan ist nicht vorbestraft.

Die Ermittler behaupten, den Mann als jenes Mitglied der Fangruppe identifiziert zu haben, das Raciti mit einem Waschbecken getroffen hatte. Dieses war aus den Toilettenanlagen der Nordkurve des Angelo-Massimino-Stadions von Catania herausgerissen worden. Wegen der Ausschreitungen in Catania waren im Februar 2007 insgesamt 41 Personen festgenommen worden, darunter 15 Minderjährige.

Wegen des Mordes an Raciti war im Februar 2010 ein weiterer Catania-Anhänger zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der Rechtsanwalt des heute 21-Jährigen bestreitet, dass sein Mandant, der 2007 noch minderjährig war, Racitis Mörder sei. Er habe sich lediglich an den Krawallen in Catania beteiligt, ein Einspruch gegen das Urteil wurde eingereicht. Nach Racitis Tod hatte das italienische Parlament ein strenges Anti-Gewalt-Gesetz verabschiedet.

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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