Polizei stoppt 107 Kölner Hooligans

Hannover - Die Polizei in Hannover hat vor dem Spiel der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Köln (4:1) ingesamt 107 Hooligans in zwei Bussen gestoppt.

Unter den Anhängern der Geißböcke befanden sich 32 bereits registrierte „Gewalttäter Sport“, fünf von ihnen hatten bereits ein bundesweites Stadionverbot. Einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung und des Express bestätigte Thorsten Schiewe, Pressesprecher der Polizei Hannover, am Montag dem Sport-Informations-Dienst (SID).

„Im Vorfeld hatten wir durch den guten Kontakt mit unseren Kollegen in Erfahrung gebracht, dass es Anhaltspunkte gab, die auf eine Auseinandersetzung hindeuteten. Deshalb haben wir die Busse gestoppt und den Personen untersagt, die Stadtgrenze von Hannover zu überschreiten“, sagte Schiewe.

In den Bussen wurden Messer, Pfeffersprays und Gesichtsmasken gefunden. Nach dreistündigen Kontrollen wurden die Busse mit den Insassen nach Köln eskortiert. Ultras des 1. FC Köln, vor allem die Gruppierung „Wilde Horde“, hatten zuletzt vermehrt für negative Schlagzeilen gesorgt.

Bei einer Razzia in Wohnungen und Quartieren der „Wilden Horde“ hatte die Polizei vergangenen Donnerstag ein ganzes Arsenal verbotener und verdächtiger Gegenstände sichergestellt. Die Justiz reagierte mit der Aktion auf die jüngste Welle der Fangewalt und erfüllte eine Forderung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der ein umgehendes und hartes Handeln verlangt hatte. Anlass der konzertierten Aktion war der Verdacht, dass einige Wilde-Horde-Mitglieder an dem Angriff von Hooligans des 10. FC Köln auf einen Fanbus von Borussia Mönchengladbach am 4. März beteiligt gewesen sind.

SID

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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