Urteil des DFB-Sportgerichts

Pokal-Ausschluss: Dresden will in Berufung gehen

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Beim DFB-Pokalspiel Dortmund gegen Dresden im Oktober zünden Dynamo-Fans Feuerwerkskörper in ihrem Fanblock.

Frankfurt/Main - Zweitligist Dynamo Dresden wird gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts voraussichtlich in Berufung gehen und erneut vor das DFB-Bundesgericht ziehen.

„Es gibt gute Argumente dafür“, sagte Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller nach der über siebenstündigen Verhandlung in Frankfurt am Main.

Der sächsische Traditionsklub war am Montag wegen Ausschreitungen seiner Fans vom kommenden DFB-Pokal-Wettbewerb ausgeschlossen worden.

„Dieses Urteil ist der Sache nicht förderlich. Im Fußball hat es sich noch nicht gezeigt, dass solche Sanktionen etwas bringen“, sagte Müller und sprach von einer „wirtschaftlich einschneidenden“ Strafe.

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Als Grund für den Pokalausschluss nannte das Sportgericht „fortgesetztes unsportliches Verhalten“ der Dynamo-Fans. Im vergangenen Jahr hatte Dynamo Dresden nach Ausschreitungen seiner Fans beim Pokalspiel in Dortmund im Oktober 2011 einen Cup-Ausschluss in der Berufung vor dem DFB-Bundesgericht abwenden können.

Vor dem Spiel der zweiten Pokalrunde bei Hannover 96 am 31. Oktober (3:4 i.E.) hatten Dresdner Fans die Eingänge der WM-Arena gestürmt. Zudem wurde Pyrotechnik gezündet. Drei Anhänger wurden festgenommen, außerdem kamen 18 Personen vorübergehend in polizeilichen Gewahrsam. Insgesamt gab es neun Verletzte.

sid

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