Podolski: Wenger und Presse schwärmen

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Lukas Podolski, hier im DFB-Training

London - Für Lukas Podolski läuft es beim FC Arsenal immer besser. Beim 6:1 gegen Southampton erzielte er sein zweites Premier-League-Tor. Trainer Wenger und die englische Presse lobten den Ex-Kölner.

Lukas Podolski entwickelt sich beim FC Arsenal immer mehr zu einem gefeierten Kanonier. Beim 6:1-Schützenfest der „Gunners“ gegen den FC Southampton überzeugte der deutsche Fußball-Nationalspieler als Torschütze und Vorbereiter. „Lukas ist physisch stark, und er ist ein fantastischer Vollender“, lobte Arsenal-Trainer Arsene Wenger seinen Stürmer, der am Samstag mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 26 Metern (31. Minute) sein zweites Tor in der englischen Premier League erzielte.

Unter dem stürmischen Jubel der Fans setzte Podolski danach zum Luftsprung an, reckte die Faust in die Höhe und feierte mit dem herbeigeeilten Teamkollegen Per Mertesacker sein Klassetor. Auch an der Arsenal-Führung durch ein Eigentor von Jos Hooiveld (11.) hatte Podolski schon Anteil gehabt. Der kampfstarke Ex-Kölner behauptete den Ball im Mittelfeld, spielte ihn auf seinen Teamkollegen Kieran Gibbs, dessen Flachpass der Niederländer ins eigene Netz abfälschte.

Gervinho (2), Theo Walcott und ein zweites Eigentor des punktlosen Schlusslichts Southampton machten den Kantersieg perfekt. Das erste Saison-Gegentor durch Danny Fox konnte die Arsenal-Abwehr um den kaum geprüften Mertesacker locker verschmerzen.

Mit acht Punkten liegen die Londoner als Tabellendritter nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter FC Chelsea. Der Champions-League-Sieger erlitt nach drei Siegen mit dem 0:0 beim West-Londoner Lokalrivalen Queens Park Rangers einen Dämpfer. Im Mittelpunkt stand weniger das Spiel, sondern die Frage nach dem Handschlag zwischen Anton Ferdinand (QPR) und John Terry (Chelsea). Terry soll Ferdinand in der Vorsaison rassistisch beleidigt haben. Ein Gericht sprach Terry von diesem Vorwurf frei, doch beide Profis gingen sich erneut aus dem Weg.

„Das Handschlag-Ritual sollte abgeschafft werden“, erklärte QPR-Trainer Mark Hughes. Anders als der ehemalige Bayern-Profi hält sein Kollege Alex Ferguson bei Manchester United gern an Traditionen fest. Paul Scholes absolvierte beim 4:0 gegen Wigan sein 700. Spiel für den englischen Rekordmeister und machte mit Javier Hernandez, Alexander Büttner und Nick Powell den klaren Heimsieg perfekt.

Titelverteidiger Manchester City musste sich bei Stoke City mit einem 1:1 begnügen und rutschte hinter Arsenal auf Rang vier. Ex-Meister FC Liverpool wartet nach dem 1:1 beim FC Sunderland weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Für das Team aus der Beatles-Stadt ist damit der schlechteste Liga-Start seit 101 Jahren perfekt.

dpa

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