Podolski - der neue Liebling bei Arsenal

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Lukas Podolski (l.) bejubelt mit Santi Cazorla seinen Treffer zum 2:1 gegen Piräus.

London - Lukas Podolski ist endgültig der neue Liebling des FC Arsenal. Nach seiner starken Vorstellung in der Champions League wird der Nationalspieler mit Lob überschüttet.

Erst sangen die Fans ihre Ode „He scores when he wants“ (Er trifft, wann er will), dann stimmten die Medien das Hohelied auf Lukas Podolski an. „Podolskis Power bringt den Sieg“, titelte The Sun. Die größte Boulevardzeitung Englands verneigte sich vor dem deutschen Fußball-Nationalspieler, der den FC Arsenal mit einem starken Auftritt zum zweiten Sieg im zweiten Spiel der Champions League geführt hat.

Podolski bereitete beim 3:1 (1:1) gegen Olympiakos Piräus den ersten Treffer der Londoner vor (42.), dann traf der 27-Jährige vor 55.000 Zuschauern selbst per Drehschuss (56.). „Auf die Deutschen kann man sich eben immer verlassen“, schrieb The Sun und stellte Podolski in eine Reihe mit Ryder-Cup-Held Martin Kaymer.

Nach seinem vierten Treffer im achten Spiel für die Gunners ist Podolski auf dem besten Weg, den abgewanderten Robin van Persie vergessen zu machen. Der neue Liebling der Fans ist der gebürtige Pole, der im Sommer für eine Ablöse von 13 Millionen Euro vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln zum 13-maligen englischen Meister wechselte, schon jetzt. Auf seiner Facebook-Seite wird Podolski mit Lob („Prinz von Köln, König von London“) auf Deutsch, Polnisch und Englisch überschüttet. Von den Zweiflern, die dem 103-maligen Nationalspieler den sportlichen Untergang in England prophezeit hatten, ist nichts mehr zu hören oder zu lesen.

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Zu diesen Zweiflern gehörten die Arsenal-Verantwortlichen noch nie. „Ich habe schon immer gesagt, dass er ein Knipser ist. Er hat den Killerinstinkt vor dem Tor - was hoffentlich noch lange so bleibt“, sagte Assistenz-Coach Steve Bould, der den im Europacup nach wie vor gesperrten Teammanager Arsene Wenger vertreten hatte.

Auf die Lobrede seines Nationalmannschaftskollegen Per Mertesacker musste Podolski allerdings verzichten. Der Innenverteidiger meldete sich bereits am Mittwochmorgen krank ab. „Er hat wohl einen Virus. Wir hoffen aber, dass er am Wochenende wieder fit ist“, sagte Bould.

Fitte deutsche Nationalspieler erwartet auch Jose Mourinho am Sonntag im Clasico beim FC Barcelona. Schließlich schonte der Trainer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid Mesut Özil und Sami Khedira beim 4:1 (1:0) bei Ajax Amsterdam bis kurz vor Spielende. Özil wurde in der 74. Minute, Khedira vier Minuten später eingewechselt. Immerhin konnten die beiden Deutschen gemeinsam mit Superstar Cristiano Ronaldo jubeln - bei zwei der drei Ronaldo-Treffer standen sie auf dem Platz.

Das ändert allerdings nichts daran, dass Özil bei Mourinho derzeit einen schweren Stand hat. In sechs Ligaspielen stand der Spielmacher, der derzeit nicht in Topform ist, nur zweimal über die volle Distanz auf dem Platz. Auf eine Torvorlage oder einen Treffer Özils warten die Fans in der laufenden Saison bisher vergeblich.

Von einem angeblichen Ärger mit und um Özil wollte Mourinho dennoch nichts wissen. „Die Situation ist doch ganz normal. Ein Spieler kann nicht immer in Topform sein“, sagte der Portugiese bei Sky: „Es kann ja sein, wenn die wichtigen Spiele kommen, dass wir dann den Super-Mesut sehen. Für mich ist er einer der wichtigsten Spieler im Kader. Also alles wirklich bestens.“

sid

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