So plant Bayern den Kader der Zukunft

München - In der entscheidenden Phase der Titeljagd muss der FC Bayern auch den zukünftigen Kader planen. Zwei Zugänge sind fix - weitere werden sicherlich folgen.

Christian Nerlinger hat viel Arbeit

Der Vertrag mit Arjen Robben steht kurz vor der Verlängerung, Mönchengladbachs Abwehrchef Dante kommt und der Name von Claudio Pizarro fällt immer wieder als Gomez-Backup. Mitten im Titelkampf muss der FC Bayern natürlich am Kader für die neue Saison arbeiten; und dabei vor allem die zweite Reihe verstärken. Fix ist bislang die Verpflichtung des Schweizers Xherdan Shaqiri, der von Königsklassen-Achtelfinalgegner FC Basel kommt. “Wir wollen jede Position doppelt besetzen“, betont Sportdirektor Christian Nerlinger.

Wie vor einem Jahr muss in der Innenverteidigung nachgebessert werden. Denn hier waren die Münchner nach dem Ausfall von Daniel van Buyten, der auf eine Verlängerung seines am Saisonende auslaufenden Kontraktes hoffen darf, zu dünn besetzt. Und Breno (Vertrag bis zum Sommer) hat nach dem Brand in der von ihm angemieteten Villa ohnehin ganz andere Probleme. In den Münchner Vielspielwochen musste die Mannschaft, wie auch am Dienstag im Champions-League-Viertelfinale gegen Olympique Marseille, hoffen, dass sich die dauerbelasteten Jerome Boateng und Holger Badstuber nicht verletzen.

“Es wäre natürlich vorteilhaft, wenn wir auch da mit Daniel van Buyten oder auch Breno Alternativen hätten“, sagte Trainer Jupp Heynckes. Für die neue Saison braucht er auch einen zweiten Torhüter. Denn Routinier Jörg Butt wird künftig die Nachwuchsarbeit der Münchner koordinieren. Favorisiert wird als Nachfolge die Lösung mit einem erfahrenen Keeper, der klaglos als Ersatz von Manuel Neuer auf seine Bewährungsproben wartet.

Nicht üppig besetzt waren und sind die Münchner - zumindest für international höchste Ansprüche - im Angriff. Hinter Tormaschine Mario Gomez klafft eine Lücke. Beim noch zu grünen Zweitliga-Torschützenkönig Nils Petersen wird am Saisonende ein Schnitt gemacht und besprochen, wie es weitergeht.

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Der Wechsel des kampffreudigen Ivica Olic zu Felix Magaths Wolfsburgern gilt zudem als fix. Immer wieder fällt bei der Suche nach einem Gomez-Vertreter der Name des Ex-Münchners Pizarro, der nach der Kündigung bei Werder Bremen mehrere Optionen hat.

Als weitere heiße Kandidaten für einen Wechsel nach München gelten Olivier Giroud (Stürmer, Montpellier), Adriano (Außenverteidiger, Barcelona), Dries Mertens (Stürmer, Eindhoven) und Mathieu Debuchy (Rechtsverteidiger, Lille).

Petersens Zukunft ist ungewiss, Olic wechselt, Butt tauscht die Seite, Breno muss wohl gehen - dazu stehen auch die Zeichen bei Danijel Pranjic (Vertrag bis Saisonende) und Takashi Usami (ausgeliehen bis Saisonende) auf Trennung. Es gibt also einen großen Umbruch in der zweiten Reihe.

Bei der Top-Garde sollen demnächst die Arbeitspapiere von Gomez und Arjen Robben (beide Verträge bis 2013) verlängert werden. “Ich persönlich gehe davon aus, dass Arjen irgendwann im Laufe der jetzigen Runde noch seine Unterschrift da drunter setzt“, sagte Heynckes unmittelbar vor dem Marseille-Match. Und Rummenigge hob vor Wochen bereits mit vorsichtigem Optimismus hervor, “dass Mario noch lange beim FC Bayern spielen wird“. Verlängert hat sich der Kontrakt von Anatoli Timoschtschuk aufgrund einer Einsatzklausel um ein Jahr bis 2013.

Bei der Suche nach neuen Spielern haben die Münchner allerdings keine große Eile. “Das Gros unserer Mannschaft steht, unsere Basis ist gelegt mit langfristigen Verträgen bei unseren acht deutschen Nationalspielern und Franck Ribéry“, betonte Nerlinger im “Kicker“. “Wir wollen punktuell immer den bereits sehr guten Kader verbessern.“ Dazu darf Talent Emre Can aus der zweiten Mannschaft sich künftig als Lizenzspieler beweisen.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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