Van Persie entscheidet irres Manchester-Derby

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Robin van Persie markierte kurz vor Schluss per Freistoß den Siegtreffer.

Manchester - Dank eines Last-Minute-Treffers von Robin Van Persie hat Manchester United das turbulente 163. Stadtderby gegen ManCity gewonnen.

Der niederländische Superstar erzielte am Sonntag per Freistoß das 3:2 (2:0)-Siegtor in der 92. Minute für den Rekordchampion. United baute im mit 47 000 Zuschauern ausverkauften Etihad Stadium - darunter Hollywood-Star und Beckham-Kumpel Tom Cruise als Glücksbringer für die Red Devils - die Tabellenführung mit nun 39 Punkten auf sechs Zähler vor City (33) aus.

Für Cruise war es die Tribünen-Premiere in der Premier League. Er habe noch eine E-Mail von David Beckham bekommen, der verhindert sei. „Er ist eifersüchtig, weil ich hier bin“, flachste der 50-Jährige.

Und die Partie hielt an Dramatik alles, was sich Cruise und das Millionen-TV-Publikum in rund 200 Ländern erhofft hatte. Zunächst hatte es nach einem Doppelpack von Wayne Rooney (16./29. Minute) schon nach einem sicheren Sieg für das Team von Trainerfuchs Alex Ferguson ausgesehen - der englische Nationalstürmer schraubte damit seine Karriere-Torausbeute auf 150 Premier-League-Treffer.

Dann legten die Citizens richtig los und verwandelten das Stadion in einer hochklassigen zweiten Spielhälfte durch Treffer von Yaya Touré (60.) und Pablo Zabaleta (86.) in ein Tollhaus. Aber ManUnited blieb cool - und van Persie machte wie aus dem Nichts mit seinem elften Saisontreffer alles klar.

Danach kam es zu unschönen Szenen, als Rio Ferdinand beim Jubeln offenbar von einem Gegenstand aus dem Publikum getroffen wurde und dann im Gesicht blutete. Ein City-Fan rannte aufs Spielfeld und wurde von Ordnern abgeführt. Für die Sky Blues war es am 16. Spieltag die erste Saisonniederlage und die erste Heimpleite in der Liga seit 2010. ManUnited nahm damit erfolgreich Revanche für die zwei schmerzhaften Niederlagen in der Vorsaison.

Am Samstag hatten der FC Arsenal und der FC Chelsea ihre Negativserien in der englischen Fußball-Liga gestoppt. Mit dem angeschlagenen Lukas Podolski als Kurzarbeiter feierten die Gunners nach zuletzt drei sieglosen Premier-League-Spielen einen 2:0 (1:0)-Heimerfolg gegen West Bromwich Albion. Champions-League-Sieger Chelsea, zuvor sieben Partien ohne Dreier, gewann dank Doppeltorschütze Fernando Torres 3:1 (2:0) bei AFC Sunderland. Arsenal hat nach dem 16. Spieltag 24 Punkte auf dem Konto, Chelsea (29) hat nun Boden gutgemacht auf die zweitplatzierten Citizens.

Podolski, der erst in der 87. Minute eingewechselt wurde, plagten nach dem Vorwochenende Oberschenkelprobleme. Arsenals Matchwinner war Mikel Arteta mit zwei verwandelten Elfmetern (26./64.). Per

Torres beendete seine zwölfeinhalbstündige Ladehemmung in der Liga und führte die Blues zum ersten Premier-League-Erfolg unter dem neuen Coach Rafael Benítez. „Es war eine lange Zeit ohne Treffer“, sagte Torres. Schon am Mittwoch beim 6:1 in der Champions League gegen Nordsjælland hatte Torres zweimal getroffen. „Normalerweise dauert es einige Zeit mit einem neuen Trainer, aber die letzten zwei Ergebnisse werden uns mehr Selbstvertrauen geben“, meinte er. Das dritte Tor steuerte Juan Mata bei (49.) - nach einem Torres-Pfostenschuss.

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dpa

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