Für 30 Millionen

Perfekt! Costa wechselt zum FC Bayern

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Douglas Costa wechselt zum FC Bayern.

München - Nun ist es offiziell! Der FC Bayern hat Douglas Costa von Schachtjor Donezk verpflichtet. Sein Ex-Klub gab sogar die Ablösesumme bekannt.

Nach einem kurzen Abstecher in München mit Medizincheck und Vertragsunterschrift verabschiedete sich Bayern Münchens neuer Hoffnungsträger auch schon wieder. Für Douglas Costa ging es nach seinem Einsatz für die brasilianische Nationalmannschaft bei der Copa America direkt weiter in den Urlaub. Erst am 11. Juli wird er dann beim deutschen Fußball-Rekordmeister auf dem Weg zum Triple als Backup für den verletzungsanfälligen Superstar Franck Ribery ins Training einsteigen.

„Für mich erfüllt sich ein Traum,“ sagte Douglas Costa am Mittwoch am Rande des Trainingsauftakts der Münchner. Er freue sich „auf ein großartiges Team. Ich werde alles dafür tun, um die in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen.“

Davon ist Sportvorstand Matthias Sammer überzeugt. „Er wird unserer Mannschaft gut tun. Er hat große technische Fähigkeiten, einen starken linken Fuß, ist sehr beweglich und extrem schnell. Wir erwarten einfach den nächsten Schritt in seiner Entwicklung“, sagte Sammer.

Für ihren Königstransfer überweisen die Bayern rund 30 Millionen Euro an Schachtjor Donezk. Der neunmalige Nationalspieler erhielt einen Fünfjahresvertrag bis 2020 und ist der viertteuerste Transfer der Münchner nach Javi Martinez (40 Millionen Euro), Mario Götze (37) und Mario Gomez (35).

Bei der ersten Einheit der Münchner am Mittwoch war Douglas Costa allerdings nur Zuschauer. Trainer Pep Guardiola stand nur ein Rumpfkader mit lediglich zwölf Feldspielern zur Verfügung.

Neben dem Brasilianer musste er auf die Nationalspieler Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger, Medhi Benatia, Juan Bernat, Jerome Boateng, Mario Götze, Pierre-Emil Höjbjerg, Robert Lewandowski und Zugang Joshua Kimmich verzichten.

Zudem fehlten die Langzeitverletzten Holger Badstuber und Ribery sowie Dante und Rückkehrer Jan Kirchhoff. Sein Debüt feierte dafür der neue Ersatzkeeper Sven Ulreich. Auch Superstar Arjen Robben und David Alaba, die länger verletzt waren, konnte Guardiola begrüßen.

Ob es im Kader noch Veränderungen geben wird, ließ Sammer offen, sogar ein klares Bekenntnis zu Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger blieb aus. Er wolle „grundsätzlich gar nichts ausschließen. Basti hat sich deutlich geäußert, er ist wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Aber warten wir ab“, sagte Sammer auf die Frage, ob ein Verbleib des Mittelfeldspielers sicher sei. Es gebe „ein paar Konstellationen, das ist es“, fügte Sammer vieldeutig an.

Schweinsteigers Vertrag in München läuft noch bis 2016. Zuletzt hatte es einige Spekulation über einen Abschied des 30-Jährigen nach England gegeben. Schweinsteiger äußerte zuletzt aber, dass er mit den Bayern noch große Ziele habe.

Die hat auch Sammer für die kommende Saison. „Es hat historisch noch kein Verein erreicht, vier Titel hintereinander zu holen. Das ist eine Super-Botschaft“, sagte er. Bei Pokal und Champions League gebe es dagegen „keine Ansagen“. Man wolle den Titeln „nicht blind hinterherhecheln“, sondern vielmehr in Ruhe arbeiten.

Dies gelte auch für die anstehenden Gespräche mit Guardiola über dessen auslaufenden Vertrag, so Sammer: „Ich sehe keinen Druck und keine Unruhe. Unser Trainer ist da, er hat zwei Drittel seiner Zeit um, aber wo ist das Problem?“

SID

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