Pay-TV-Urteil: Das bedeutet es für die Champions League

Hamburg - Der Sportrechte-Vermarkter Philip Cordes, Geschäftsführer von UFA Sports, hält die wirtschaftlichen Konsequenzen des "Murphy"-Urteils für "überschaubar", registriert aber große Sorge in der Branche.

“Das liegt weniger an konkreten Befürchtungen, sondern an der Unsicherheit, welche Folgen das Urteil tatsächlich haben wird“, sagte Cordes im Interview der Nachrichtenagentur dapd. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte am Dienstag entschieden, dass Pay-TV-Kunden nicht an nationale Anbieter gebunden sind, sondern sich den günstigsten europäischen Anbieter für Live-Fußball aussuchen können. Damit ist die Exklusiv-Vermarktung nach Sendegebieten für das Pay-TV hinfällig.

So sexy ist die Champions League

So sexy ist die Champions League

Für den europäischen Verband UEFA erwartet der Vermarkter erhebliche Konsequenzen: “Bei der Champions League wird es spannend, weil der Anteil der europäischen Pay-Erlöse hoch ist.“ Cordes prognostiziert aber, dass der Preis für Bundesliga-Fußball in zwei Jahren etwa gleich sein wird wie heute: “Selbst, wenn die ARD-Sportschau am Samstagabend bei der Neuvergabe 2013 fällt, würde der aktuelle Pay-Partner die Preise wohl nicht erhöhen. Ein neuer hingegen könnte versuchen, mit aggressiven Preisangeboten in den Markt zu drängen.“

UFA Sports, eine Tochter der RTL Group, vermarktet unter anderem für den DFB die Heim- und Freundschaftsspiele der Nationalmannschaft.

dapd

Rubriklistenbild: © Getty

Kommentare