St. Pauli wehrt sich gegen DFB-Urteil

Hamburg - Zweitligist FC St. Pauli wird gegen die Entscheidung des Sportgerichtes des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen eines Kassenrollen-Wurfes vom vergangenen Dezember Berufung einlegen.

„Das Urteil ist aus unserer Sicht zu hart ausgefallen. Einen Ausschluss von 5800 Zuschauern halten wir nicht für angemessen“, sagte Vize-Präsident Dr. Gernot Stenger nach einer Präsidiumssitzung.

Am Montag hatte das DFB-Sportgericht entschieden, dass St. Pauli 5800 Stehplätze für sein nächstes Heimspiel gegen den Karlsruher SC am 12. März nicht besetzen darf. Den zu erwartenden Verlust bezifferte das Sportgericht auf 63.000 Euro. DFB-Chefankläger Anton Nachreiner hatte die Aussperrung von 13.000 Zuschauern und damit die Schließung aller Stehplatzbereiche beantragt. Diesem Strafmaßantrag hatte der Klub nicht zugestimmt und auf eine Geldstrafe gehofft.

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Am 19. Dezember 2011 hatte ein Zuschauer Pirmin Schwegler während der Zweitliga-Partie der Hamburger gegen Eintracht Frankfurt mit einer Kassenrolle am Kopf getroffen. Der Täter, ein 20 Jahre alter Abiturient, stellte sich wenige Tage später. Er erklärte, dass der Treffer ein Versehen gewesen sei. Eigentlich habe sich das Papier zu einer „Luftschlange“ abrollen sollen.

sid

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