St. Pauli und Paderborn straucheln

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Duisburgs Andre Hoffmann jubelt über das 0:1 von seinem Kollegen Wolze, rechts kniet Paderborns Torwart Lukas Kruse.

München - Der FC St. Pauli und der SC Paderborn haben im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga erneut Dämpfer hinnehmen müssen.

Bittere Enttäuschungen für den FC St. Pauli und Hansa Rostock, Befreiungsschlag für Duisburgs Trainer Oliver Reck: Während für die Rostocker der Abstieg in die 3. Fußball-Liga nach dem 0:1 (0:1) bei Erzgebirge Aue immer näher rückt und die Aufstiegsträume der Hamburger beim 0:0 gegen Energie Cottbus einen herben Dämpfer erlitten, hat der MSV Duisburg mit dem ersten Auswärtssieg seit vier Monaten einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Die Mannschaft von Trainer Oliver Reck erkämpfte sich ein 2:1 (1: 0) beim SC Paderborn, der damit jetzt drei Punkte hinter dem Relegationsplatz drei liegt. Der MSV hat sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Kevin Wolze brachte Duisburg gegen die überlegenen Paderborner in Führung (11.), ehe Daniel Brückner der verdiente Ausgleich glückte (51.). Für beide Spieler war es das dritte Saisontor. Der sieben Minuten zuvor eingewechselte Waleri Domowtschiski mit seinem zweiten Saisontreffer erzielte aus heiterem Himmel das Siegtor für die Zebras (68.). Paderborn ist jetzt seit drei Spielen ohne Dreier, Duisburg blieb zum dritten Mal in Folge ungeschlagen.

St. Pauli musste eine Woche nach der Pleite in Aue erneut einen Rückschlag im Rennen um die Bundesliga-Rückkehr hinnehmen. Cottbus (30 Punkte) steht nach dem dritten Unentschieden in Folge weiter im gesichertern Mittelfeld. 23.535 Zuschauer im Stadion am Millerntor sahen eine ausgeglichene Partie, in der die Hausherren zunächst aktiver waren. Fabian Boll (2., 45.) und Marius Ebbers (34.) vergaben im ersten Durchgang die besten Möglichkeiten für St. Pauli. Cottbus stand defensiv kompakt und setzte nur gelegentlich offensive Nadelstiche.

Derweil ist Schlusslicht Hansa Rostock kaum noch zu retten. Der Aufsteiger verlor das Ostderby gegen Erzgebirge Aue und liegt nach 27 Spieltagen in der 2. Bundesliga mit nur 17 Zählern weiter auf dem letzten Platz. Nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg trennen die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf bereits zehn Punkte vom rettenden Ufer. Aue verbesserte sich durch seinen dritten Auswärtssieg in dieser Saison auf Platz zwölf mit neun Zählern Vorsprung auf Relegationsplatz 16.

Vor 13.000 Zuschauern gelang Jan Hochscheidt in der 22. Minute der Siegtreffer für Aue. Die Gastgeber mussten fast 80 Minuten in Unterzahl agieren, nachdem Stephan Gusche bereits in der 12. Minute nach einer Attacke gegen Aues Fabian Müller die Rote Karte erhalten hatte. In der 52. Minute vergab Freddy Borg zu allem Überfluss noch einen Foulelfmeter für die Hausherren.

sid

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Tabelle

1 Greuther Fürth 27 18 5 4 63:21 42 59
2 Eintracht Frankfurt 26 16 7 3 61:27 34 55
3 Fortuna Düsseldorf 27 14 11 2 56:27 29 53
4 FC St. Pauli 27 15 6 6 45:27 18 51
5 SC Paderborn 07 27 14 8 5 43:32 11 50
6 TSV 1860 München 27 14 4 9 49:37 12 46
7 1. FC Union Berlin 26 11 6 9 45:42 3 39
8 Eintracht Braunschweig 27 9 11 7 32:29 3 38
9 Dynamo Dresden 27 9 6 12 42:45 -3 33
10 VfL Bochum 27 9 4 14 35:45 -10 31
11 Energie Cottbus 27 7 9 11 25:38 -13 30
12 Erzgebirge Aue 27 7 9 11 26:43 -17 30
13 FC Ingolstadt 04 27 6 10 11 33:45 -12 28
14 FSV Frankfurt 27 6 10 11 32:51 -19 28
15 MSV Duisburg 27 7 6 14 32:41 -9 27
16 Alemannia Aachen 27 3 12 12 22:37 -15 21
17 Karlsruher SC 27 5 5 17 26:57 -31 20
18 Hansa Rostock 27 2 11 14 24:47 -23 17

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