St. Pauli droht erneut Ärger wegen Becherwurf

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Die Fans des FC St. Pauli gelten als leidenschaftlich und heißblütig. Hat einer von Ihnen erneut die Nerven verloren?

Hamburg - Im April wurde das Spiel des FC St. Pauli gegen Schalke 04 nach einer Attacke auf den Schiedsrichter-Assistenten abgebrochen. Nun droht den Hamburgern erneut Ungemach wegen eines Becherwurfs.

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Nach dem Ligaspiel am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue (2:3) soll ein Fan des Hamburger Klubs dem Unparteiischen Christian Leicher einen leeren Bierbecher an den Kopf geworfen haben. Der Schiedsrichter sagte dem Internetportal sport1.de, er werde den Vorfall, von dem es anscheinend keine TV-Bilder gibt, im Spielberichtsbogen vermerken. Der mutmaßliche Täter wurde angeblich umgehend mithilfe anderer Fans identifiziert und von Sicherheitskräften gefasst.

"Wir warten die Reaktion des DFB ab und werden uns bis dahin nicht zu diesem Thema äußern", sagte ein Sprecher des FC St. Pauli auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

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Als Wiederholungstäter droht dem Kiezklub nun eine drastische Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Erst Anfang April war St. Pauli in die Schlagzeilen geraten, nachdem ein Anhänger des damals noch in der Bundesliga spielenden Klubs während der Partie gegen Schalke 04 dem Schiedsrichterassistenten Thorsten Schiffner einen vollen Bierbecher in den Nacken geworfen hatte. Dieser war daraufhin zusammengebrochen, als Folge brach Schiedsrichter Deniz Aytekin das Spiel in der 88. Minute vorzeitig ab. Der DFB verdonnerte den späteren Absteiger St. Pauli dazu, sein erstes Heimspiel in der Saison 2011/2012 gegen den FC Ingolstadt auf neutralem Platz in Lübeck auszutragen. Der mutmaßliche Täter muss sich derzeit vor Gericht für seine Tat verantworten.

dapd

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