St. Pauli beschuldigt Polizei und Veranstalter

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St. Paulis Sicherheitschef Sven Brux am Montag bei einer Pressekonferenz in Hamburg

Hamburg - Der FC St. Pauli sieht die Schuld für die Krawalle beim Hamburger Hallenturnier bei den Organisatoren und den Sicherheitskräften. Der Vorwurf: "massive handwerkliche Fehler".

“Wir sind der Ansicht, dass durch massive handwerkliche Fehler der Polizei und der Veranstalter die Auseinandersetzungen verursacht worden sind“, sagte St. Paulis Sicherheitschef Sven Brux am Montag bei einer Pressekonferenz in Hamburg. Präsident Stefan Orth forderte eine lückenlose Aufklärung und bat, Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln. “Ich verurteile jede Form von Gewalt, stehe aber schützend vor meinem Verein und unseren Fans“, sagte der Club-Chef.

Nach Darstellung des Kiez-Clubs hätten gewaltbereite Anhänger des Regionalligisten VfB Lübeck die Konfrontation gesucht. “Offensichtlich hat die Polizei die Lübecker Fans machen lassen. Ob bewusst, kann ich nicht sagen“, meinte Brux. Dass anschließend ein Teil der St.-Pauli-Fans “überreagiert hat, das verurteilen wir“, fügte er hinzu.

90 verletzte Zuschauer und Polizisten sowie zwei fest- und 74 in Gewahrsam genommene Chaoten waren die traurige Bilanz der Vorfälle vom Freitagabend in der Sporthalle Hamburg. Nach den Krawallen hatten die Organisatoren den zweiten Tag der Veranstaltung abgesagt.

dpa

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