"Il Panzer" Klose von Medien gefeiert

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Miroslav Klose bejubelt seinen Siegtreffer

Rom - Miroslav Klose ist in Rom zum großen Held geworden. Der Nationalspieler erlebt seinen zweiten Frühling - und wird von den Medien gefeiert. Sein ehemaliger Chef Karl-Heinz Rummenigge freut sich für den Stürmer.

Als Miroslav Klose seinen neuen Klub Lazio Rom zum ersehnten Sieg gegen den Stadtrivalen AS Rom geschossen hatte, verneigten sich die italienischen Medien und seine Mitspieler vor dem deutschen Derby-König. „Klose ist der Held. Er ist der wahre König Roms“, schrieb die römische Sporttageszeitung Corriere dello Sport nach dem 2:1-Erfolg Lazios dank des Klose-Treffers in der Nachspielzeit.

Es war bereits Kloses sechstes Tor im achten Pflichtspiel für Lazio, mit vier Ligatreffern gehört er zur absoluten Spitze in der italienischen Serie A, deutlich vor Weltstars wie Robinho, Zlatan Ibrahimovic oder Edinson Cavani. “Sie nennen mich 'Il Panzer'“, verriet der ehemalige Lauterer, Bremer und Münchner dem “kicker“. Und nicht erst seit seinem Tor am Sonntagabend sind seine Devotionalien heiß begehrt. “Die wollen Trikot und die Hose - beides, mir hat noch keiner gesagt, warum.“

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„Der beste Spieler des Derbys“ (La Repubblica) feierte seinen umjubelten Siegtreffer vor den begeisterten Lazio-Anhängern ausgelassen und brüllte seine Freude immer wieder heraus. Sein sechstes Tor im achten Pflichtspiel bedeutete für Lazio nicht nur den Sprung auf Platz vier, sondern sicherte dem deutschen Nationalstürmer auch einen Platz im Herzen der Fans. „Der Deutsche mit dem eisigen Blick und dem warmen Herz hat die Lazio-Fans mit seiner Persönlichkeit, seinem Teamgeist und seinen Toren erobert. Ein Tor bei einem Derby gleicht einer Krönung“, schrieb die Gazzetta dello Sport.

Kloses Teamkollege Stefano Mauri lobte den 33-Jährigen in höchsten Tönen und träumte nach dem ersten Sieg nach zuletzt fünf verlorenen Derbys gegen AS seit April 2009 schon von mehr: „Mit einem Spieler wie Klose haben wir realistische Chancen, um den Titel mitzuspielen.“

Davon wollte Klose (noch) nichts wissen. Er ist erst einmal glücklich, dass er nach seinem Wechsel vom deutschen Rekordmeister Bayern München in der Ewigen Stadt endgültig angekommen ist. Daher kann er sich gut vorstellen, seine Karriere bei Lazio zu beenden. „Wenn alles gut geht, spiele ich bei Lazio bis 2014, dann noch die Weltmeisterschaft - dann ist Finale“, sagte der Torjäger im Fachmagazin kicker und machte keinen Hehl aus seinen Zielen.

Denn in seinen bisher 112 Länderspielen für die DFB-Auswahl erzielte Klose 62 Treffer, 14 davon bei Weltmeisterschaften, ebenso wie Gerd Müller, der die ewige DFB-Torjägerliste noch immer mit 68 Toren anführt. Dessen Bestmarke möchte Klose ebenso übertreffen wie die 15 Tore von Ronaldo bei WM-Endturnieren. „Wer meinen Ehrgeiz kennt, weiß, dass mich das reizt“, sagte Klose, der sich möglichst mit einem Titel in der Nationalmannschaft von der Fußball-Bühne verabschieden möchte, am liebsten als Europa- und Weltmeister.

Doch vorher möchte er in Italien weiter für Furore sorgen. „Miro ist ein Mythos. Mit einem derartigen Fußballer kann Lazio in dieser Saison nach großartigen Resultaten jagen“, so der Corriere dello Sport, während La Repubblica den Siegtreffer als „Tor mit Entschlossenheit“ bezeichnete.

Aufgrund seiner Knieprobleme war Kloses Einsatz im Derby lange Zeit offen. Daher hatte der Stürmer zuletzt auch die EM-Qualifikationsspiele in der Türkei und gegen Belgien (beide 3:1) verpasst.

Kloses Auftritte bei Lazio erfreuen auch seinen Ex-Klub. „Es freut mich für Klose, bei Lazio erntet er sehr positive Resultate“, sagte der Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

dapd/sid

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