Paderborns Traum lebt - Rückschlag für den KSC

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Sören Brandy (3. v. l.) beim Jubel mit seinen Kollegen

München - Der SC Paderborn darf weiter vom Aufstieg in die Bundesliga träumen. Während der Karlsruher SC im Abstiegskampf einen Rückschlag erleidet, ist Ingolstadt fast durch.

Die Überraschungsmannschaft SC Paderborn bleibt im Aufstiegsrennen, der Karlsruher SC muss sich dagegen fast schon vom direkten Klassenerhalt in der Zweiten Liga verabschieden. Während die Ostwestfalen 3:1 (2: 0) gegen Energie Cottbus gewannen, sind der FC Ingolstadt nach seinem 2:1 (1:0)-Sieg gegen den KSC und der VfL Bochum nach einem 2: 2 (1:0) gegen 1860 München fast gerettet.

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Die Niederlage der Karlsruher war für die schwachen Cottbuser bei den zumindest vorübergehend auf den dritten Tabellenplatz vorrückenden Ostwestfalen der einzige Lichtblick des Tages. Die Lausitzer (31 Punkte) haben trotz des achten Spiels in Folge ohne Sieg weiter vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Bochum (33) liegt sechs Zähler vor Karlsruhe und entledigte sich wie Ingolstadt (34) drei Spiele vor Saisonende so gut wie aller Abstiegssorgen.

In Paderborn machten Sören Brandy mit einem Doppelpack (34./54.) und Mehmet Kara (2.) früh alles klar. Dimitar Rangelow konnte nur noch zum 1:3 verkürzen (72.). Die Cottbuser hatten nach zuletzt schwachen Leistungen und Protesten der eigenen Fans ein Trainingslager in der Nähe von Bielefeld bezogen. Doch bereits nach 73 Sekunden wurde die Hoffnung auf Besserung zunichte gemacht.

Nach dem zwischenzeitlichen 0:3 verließ bereits ein Teil der Gästefans den Block, andere Anhänger beschimpften ihre Mannschaft. Bereits am vergangenen Wochenende hatten Fans die Abfahrt des Mannschaftsbusses verhindert.

Nach dem 1:0 durch Ahmed Akaichi (14.) sah es für Ingolstadt, das einzige Team der Liga ohne Niederlage im Jahr 2012, früh nach dem siebten Saisonsieg aus. Der Tunesier stand mit dem Rücken zum Tor, als er von Caiuby angespielt wurde, löste die Situation geschickt und erzielte seinen fünften Saisontreffer. Spät schlug der KSC dann aber durch den eingewechselten Marco Terrazzino (75.) zurück, Marino Biliskov wiederum konterte (86.).

In Bochum war Kevin Vogt der gefeierte Held. Erst in der Nachspielzeit erzielte der Mittelfeldspieler das umjubelte 2:2, das den Gastgebern den vielleicht überlebenswichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt bescherte. Vor 10.132 Zuschauern hatten Djordje Rakic (49.) und Benjamin Lauth (60.) die „Löwen“ in Führung geschossen, nachdem Daniel Ginczek (18.) die Bochumer zunächst verdient in Führung gebracht hatte.

sid

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