Finale in der zweiten Liga

Paderborn steigt auf - Dresden trauert

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Ausgelassener Aufstiegsjubel in Paderborn

München - Der SC Paderborn ist erstmals in die Bundesliga aufgestiegen. Die SpVgg Greuther Fürth hat noch die Chance, in zwei Relegationsspielen gegen den HSV die direkte Rückkehr in die höchste Spielklasse zu schaffen.

Ausgelassener Aufstiegsjubel in Paderborn - die Fußballstars von Bayern München und Borussia Dortmund müssen in der kommenden Saison ein neues Reiseziel in der Bundesliga ansteuern. Der SC Paderborn machte seinen märchenhaften Aufstieg am Sonntag mit einem Nerven aufreibenden 2:1 (2:1)-Zittersieg gegen den VfR Aalen perfekt. Die Ostwestfalen behaupteten mit dem hauchdünnen Heimsieg am letzten Zweitliga-Spieltag Platz zwei und ziehen als 53. Club in die Fußball-Bundesliga ein. Der dreimalige deutsche Meister 1. FC Köln stand schon seit längerem als Aufsteiger fest.

Für die SpVgg Greuther Fürth geht das Hoffen und Bangen dagegen weiter: Die Franken kämpfen nach dem 2:0 (0:0) gegen den SV Sandhausen, das nicht mehr zum Sprung auf Rang zwei reichte, als Tabellendritter in der Relegation gegen den Hamburger SV um die direkte Bundesliga-Rückkehr. Das Hinspiel gegen den Bundesliga-Dino HSV findet am Donnerstag in Hamburg statt, die entscheidende zweite Partie steigt am kommenden Sonntag in der Fürther Arena. „Wir haben den HSV natürlich beobachtet, man muss ja für alle Fälle vorbereitet sein“, berichtete Fürths Trainer Frank Kramer.

HSV-Coach Mirko Slomka war am Sonntag mit Blick auf die beiden anstehenden „Überlebensspiele“ gegen die Fürther am falschen Schauplatz. Der 46-Jährige wurde in Paderborn Zeuge des Aufstiegsjubels. Die Fürther hatte er allerdings schon eine Woche zuvor bei deren 6:0-Auswärtssieg in Cottbus beobachtet.

Etliche Schrecksekunden in Paderborn

Die Sensations-Aufsteiger aus Paderborn mussten bei ihrem Happy End gegen Aalen vor 15 000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena etliche Schrecksekunden verkraften. Der Finne Joel Pohjanpalo schoss die Gäste bereits in der 9. Minute in Führung. Nach dem Weckruf aber konnte „der Matchball“, wie von Erfolgstrainer André Breitenreiter gefordert, doch noch verwandelt werden. Mit einem Doppelschlag kippten Marc Vucinovic (14.) und Mario Vrancic (21.) die Partie. Das kollektive Zittern aber hielt bis zum erlösenden Abpfiff an. Aalen drängte bis zum Ende auf das 2:2.

Fürth hatte im Fernduell gleichzeitig mächtig Druck auf Paderborn aufgebaut. Torjäger Ilir Azemi (52.) brachte die Franken mit seinem 14. Saisontor gegen Sandhausen in Führung, Zoltan Stieber (83.) machte alles klar. Ein Ausgleich in Paderborn hätte den Franken doch noch den ersehnten direkten Aufstiegsplatz beschert. Die Hoffnungen zerschlugen sich - und nun wartet in zwei Endspielen der HSV.

Für den 1. FC Kaiserslautern erfüllten sich die ohnehin minimalen Hoffnungen auf Platz drei beim Saisonfinale nicht. Die Pfälzer verloren 2:4 in Düsseldorf. Kölns Trainer Peter Stöger erreichte zum Saisonausklang sein letztes kleine Ziel nicht. „Es wäre schön, über die 70-Punkte-Marke zu kommen“, hatte der Österreicher vor dem Abschiedsspiel in der 2. Liga erklärt. Der Zweitliga-Champion unterlag jedoch beim FSV Frankfurt mit 0:2.

Siege feierten zum Ausklang auch der FC Ingolstadt beim 2:0 gegen Cottbus sowie der VfL Bochum, der 1:0 gegen den Karlsruher SC gewinnen konnte. Unentschieden enedeten die Partien Union Berlin gegen 1860 München (1:1) und FC St. Pauli gegen Erzgebirge Aue (2:2).

Eklat in Dresden - Partie unterbrochen

Dynamo Dresden steigt aus der 2. Liga ab. Im entscheidenden Duell unterlagen die Sachsen am Sonntag daheim gegen Arminia Bielefeld mit 2:3 (0:1). Fabian Klos (41./63.) brachte die Bielefelder vor 29 608 Zuschauern mit einem Doppelpack in Front. Mickael Poté (65.) und Robert Koch (75.) schafften den Dresdner Ausgleich, ehe Kacper Przybylko (76.) das entscheidende 3:2 für die Ostwestfalen gelang, die nun in zwei Relegationsspielen auf Darmstadt 98 treffen. Thomas Hübener (37.) und Dynamos Cheikh Gueye (59.) sahen in der umkämpften Partie Gelb-Rot. Wegen des Werfens von Feuerwerkskörpern war das Spiel in der zweiten Halbzeit für 15 Minuten von Schiedsrichter Manuel Gräfe unterbrochen worden.

dpa

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