"Ich spüre jeden Knochen"

Olic will gegen Bayern nur auf der Bank sitzen

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Ivica Olic.

Beim VfL Wolfsburg blicken Spieler und Verantwortliche der Partie gegen Bayern München am Samstag mit gemischten Gefühlen entgegen. Ivica Olic will nur auf der Bank sitzen: "Ich spüre jeden Knochen."

Die Bayern kommen - und der VfL Wolfsburg sieht sich in der ungewohnten Rolle des krassen Außenseiters im eigenen Stadion. Gegen die Rekordjäger des Rekordmeisters, seit 48 Spielen in der Fußball-Bundesliga unbesiegt, sind die Niedersachsen nicht mehr als ein „Underdog“.

„Die Bayern haben eine hohe individuelle Qualität. Das ist eine Ansammlung von Weltstars, die allesamt in ihren Nationalmannschaften eine dominante Rolle einnehmen“, sagte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking fast schon schwärmerisch. Und Manager Klaus Allofs wollte selbst eine hohe Heimniederlage nicht ausschließen. „Die Gefahr besteht“, sagte er dem SID.

Doch eine vorzeitige Kapitulation gegen den Rekordmeister und souveränen Tabellenführer kommt für den Werksklub auch nicht infrage. Hoffnung auf ein gutes Abschneiden besteht. „Wir brauchen das perfekte Spiel“, sagte Hecking, der das Gefühl vermittelte, einen Plan zu haben: „Wenn die Bayern die Tür nur einen Spalt aufmachen sollten, müssen wir da sein und unseren Fuß reinbekommen.“

Hecking wies darauf hin, dass seine Mannschaft durchaus die Qualität habe, den Bayern Paroli zu bieten. Nach zuletzt drei Siegen aus vier Spielen haben sich die Niedersachsen im Verfolgerfeld festgesetzt, mussten aber auch am vergangenen Spieltag eine 2:6-Klatsche bei 1899 Hoffenheim verdauen. „Wir müssen unsere Stärken einbringen, mutig sein und die Bayern zu Fehlern zwingen“, forderte der Coach.

Auch Allofs forderte Mumm und Leidenschaft gegen den FC Bayern, der in der laufenden Saison auswärts bei zwei Unentschieden gerade mal vier Gegentore kassierte. „Es gibt keinen Grund, mit schlotternden Knien in dieses Spiel zu gehen. Wir haben auch schon gezeigt, was wir können“, meinte der 57-Jährige.

Olic: "Ich spüre jeden Knochen"

Auf Stürmer Ivica Olic wird Hecking wohl verzichten. Der Kroate hatte bei seiner starken Leistung am Mittwoch als Doppeltorschütze im Länderspiel gegen die Schweiz (2:2) viel Kraft gelassen. „Das war ein geiles Gefühl, aber ich spüre jeden Knochen“, sagte der 34-Jährige und bot an: „Ich habe diesmal nichts dagegen, nur auf der Bank zu sitzen.“

Wahrscheinlich wird der Niederländer Bas Dost den Vorzug erhalten. Olic indes trägt sich mit Abwanderungsgedanken und zögert, das neue Angebot des Vereins über einen Einjahresvertrag anzunehmen. Stattdessen liebäugelt der Stürmer mit einem Wechsel in die Premier League zu Stoke City. Dort soll er sich für zwei Jahre binden können. In den nächsten zehn Tagen will sich der Ex-Bayern-Profi entscheiden.

Auf jeden Fall verzichten müssen die „Wölfe“ auf Luiz Gustavo, der gegen seinen Ex-Klub wegen der 5. Gelben Karte fehlt. Auch der rotgesperrte Christian Träsch ist nicht dabei. Für Gustavo könnte Maximilian Arnold auflaufen, den Platz auf der rechten Abwehrseite für Ex-Nationalspieler Träsch wird wohl Patrick Ochs einnehmen.

sid

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