"Die anderen haben Respekt vor uns"

Özil: Für den Titel sind wir hier

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Mesut Özil bei der DFB-Pressekonferenz am Montag.

Danzig - Die neue deutsche Spieler-Generation lässt sich nicht vom Italien-Fluch der Fußball-Nationalmannschaft beeindrucken.

 „Was in der Vergangenheit war, zählt nicht für uns“, sagte Mesut Özil am Montag in Danzig zur Statistik, dass Deutschland bei einem großen Turnier noch nie gegen den viermaligen Weltmeister gewinnen konnte. „Ich glaube, dass die anderen Nationen großen Respekt vor uns haben. Unser Ziel ist jetzt, den EM-Titel nach Deutschland zu holen. Dafür sind wir hier“, erklärte der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

Auch Torwarttrainer Andreas Köpke will die schwarze Serie endlich auslöschen. Der Halbfinal-K.o. bei der Heim-WM 2006 sei „noch im Kopf“. Doch die Statistik zähle nun nicht. „Wir wollen diesmal eine andere Geschichte schreiben“, sagte der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw vor dem Halbfinale an diesem Donnerstag in Warschau.

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Löw und sein Stab hatten den Halbfinaleinzug der Italiener am Sonntagabend im Elfmeterschießen gegen England gemeinsam im DFB-Quartier in Danzig verfolgt. „Die Analyse beginnt jetzt“, berichtete Köpke. Von den Ergebnissen werde auch die Aufstellung abhängen. Köpke versprach: „Wir werden gewappnet sein.“ Den Italienern, Erfinder des zerstörerischen Catenaccio, bescheinigte der Europameister von 1996 einen Stilwechsel: „Sie spielen schon offensiver. Italien spielt nicht mehr so defensiv wie früher.“

Beim angeschlagenen Bastian Schweinsteiger gehen die Trainer davon aus, dass der Münchner trotz „noch leichter Probleme am Sprunggelenk am Donnerstag auflaufen kann“, wie Köpke berichtete. Auch Spielmacher Özil hob die Bedeutung des Vizekapitäns vom FC Bayern für das deutsche Team hervor: „Natürlich brauchen wir Schweinsteiger.“

dpa

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