Mesut Özil: Hungrig auf alle Titel

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Mesut Özil (r.) wechselte in der vergangenen Saison von Werder Bremen zu Real Madrid.

Madrid - Nationalspieler Mesut Özil wurde vom Weltverband FIFA als möglicher Weltfußballer nominiert. Den Spielmacher von Real Madrid interessieren andere Trophäen allerdings viel mehr.

Er steht zwar auf der Liste, doch bei der Wahl zum Weltfußballer muss Mesut Özil aller Voraussicht nach Superstars wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo (noch) den Vortritt lassen. Die Trophäe, die am 9. Januar in Zürich vergeben wird, interessiert den Nationalspieler aber ohnehin nur am Rande. Der Profi des spanischen Rekordmeisters Real Madrid möchte viel lieber am 19. Mai in München und am 1. Juli in Kiew feiern.

„Bis jetzt waren wir immer im Halbfinale oder Finale. Am Ende haben wir immer versagt. Doch für nächstes Jahr bin ich positiver Dinge, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben, die erfolgshungrig ist“, sagte der 23-jährige Özil mit Blick auf die EM im kommenden Jahr in Polen und der Ukraine: „Man sieht das auch daran, dass wir alle zehn Qualifikations-Spiele gewonnen haben. Und unser Ziel ist natürlich, Titel zu holen - und ich bin auch davon überzeugt.“

Der gebürtige Gelsenkirchener weiß zwar, dass die Konkurrenz groß sein wird - dennoch versprüht der Spielmacher großen Optimismus. „Ich glaube, zu den Favoriten gehören Holland, und Spanien vor allem. Sie spielen seit Jahren sehr gut zusammen“, sagte Özil: „Aber wir schauen auf uns, und ich bin auch davon überzeugt, dass wir Europameister werden können.“

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Auf den europäischen Thron möchte Özil auch mit seinem Klub. Schließlich werden 2012 zehn Jahre seit dem bisher letzten Triumph der Königlichen im Finale der Champions League (2:1 gegen Bayer Leverkusen) verstrichen sein. Wie der ganze Klub lechzt auch Özil nach dem Titel - trotz der Rivalen aus Barcelona, Manchester oder München.

„Natürlich gibt es einige Mannschaften, aber wir schauen generell auf uns. Wir haben viel Potenzial, und unser Ziel ist es, die Champions League zu gewinnen. Dafür werden wir alles geben“, sagte der frühere Profi des Bundesligisten Werder Bremen, der die Hanseaten im August 2010 für 15 Millionen Euro Ablöse Richtung Spanien verlassen hatte: „Unser Ziel muss es sein, alle Titel zu gewinnen. Real Madrid ist der größte Verein.“

Eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Erfolg in der Königsklasse wird nach Ansicht Özils Real-Trainer Jose Mourinho spielen. Der umstrittene Portugiese ist laut Özil über alle Zweifel erhaben: „Mourinho ist einmalig. Er ist für mich der beste Trainer der Welt. Man sieht, er ist immer erfolgshungrig und hat in den letzten Jahren viele Titel geholt. Und ich hoffe, wir holen diese Saison noch mehr Titel mit ihm. Davon bin ich auch überzeugt.“

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Mourinho war dagegen in den vergangenen Wochen nicht immer von Özil überzeugt. Der Deutsch-Türke saß beim Tabellenführer der Primera Division zuletzt mehrfach auf der Reservebank, kämpft mit dem Brasilianer Kaka um den Platz in der Stammelf und geriet vonseiten der Medien in die Kritik. Dennoch trübt das offensichtlich nicht die Stimmung Özils, der sich nach wie vor sehr wohl beim Hauptstadtklub fühlt.

„Ich spiele bei dem größten Verein der Welt, gehöre auf jeden Fall zu den Stammkräften und genieße das Vertrauen meines Trainers“, sagte der U21-Europameister von 2009: „Wir sind wie eine kleine Familie. Das sieht man, wenn man in der Kabine ist. Wir lachen viel. Man sieht das auch daran, wie wir spielen - wir sind sehr erfolgreich im Moment. Und ich bin froh, ein Teil der Mannschaft zu sein.“

Einen seiner Mannschaftskameraden sieht Özil bei der Wahl zum Weltfußballer ganz vorne. „Ich denke, Cristiano Ronaldo ist oben dabei, und ich drücke ihm natürlich die Daumen“, sagte der frühere Schalker, der sich auch andere Teamkollegen als Gewinner vorstellen kann: „Ich glaube, Iker Casillas ist seit Jahren der beste Torwart der Welt. Dieses Jahr sind viele Spieler von Real Madrid dabei, und ich hoffe natürlich, dass einer von Real Madrid gewinnt.“

sid

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