Özil: Hype um Reals neue Nummer 10

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Mesut Özil sorgte bei seiner Ankunft in Berlin für viel Wirbel.

Berlin - Mit seinem Klub Real Madrid ist Mesut Özil in Berlin von einer beeindruckenden Kulisse empfangen worden. Der Spielmacher der "Königlichen" löste ein wahres Chaos aus.

Als Mesut Özil und der königliche Tross vor dem Fünf-Sterne-Hotel Halt machten, brach am Potsdamer Platz in Berlin für einen kurzen Moment das Chaos aus. 1000 Neugierige drängten sich um den Bus mit den Stars von Real Madrid, der Verkehr geriet ins Stocken, die Polizei entrollte Absperrbänder. Die meisten Blicke richteten sich auf Özil, der im Testspiel bei Hertha BSC am Abend zum ersten Mal in Deutschland mit der legendären Nummer 10 auflaufen durfte.

Özil selbst ließ sich von der Hektik nicht anstecken. Mit tief ins Gesicht gezogener Baseballkappe eilte der 22-Jährige vom Bus in die sichere Hotellobby und verzichtete darauf, Autogramme zu geben. Auch sein deutscher Teamkollege Sami Khedira ließ die Fans stehen, Trainer Jose Mourinho blickte nur kurz mit grimmiger Miene in die Menge. Es schien, als wolle sich das Starensemble bei seinem Blitzbesuch in Berlin auf keinen Fall ablenken lassen.

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Für den gebürtigen Gelsenkirchener Özil gerät der Besuch zu einer Premiere der besonderen Art. Der zentrale Mittelfeldspieler trägt nach seiner teaminternen Beförderung erstmals bei einem Spiel in Europa die „10“ und tritt damit in die Fußstapfen von Spielern wie Wesley Sneijder, Luis Figo, Clarence Seedorf oder Günter Netzer. So ganz nebenbei verdrängte Özil den Brasilianer Kaka von der Position des Spielmachers.

Özil scheint die neue Rolle zu beflügeln. Gleich in seinem ersten Spiel mit der Nummer erzielte er ein Tor, beim 2:1 am Sonntag gegen den amerikanischen MLS-Klub Philadelphia Union traf der Ex-Bremer zum zwischenzeitlichen 2:0. Trotz des Aufstiegs spuckt der kleine Spielmacher weiterhin keine großen Töne. Stattdessen spricht er lieber über die Ziele des Klubs: „Wir sind noch stärker und erfahrener als im letzten Jahr und können in der neuen Saison einige Titel holen.“

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In Berlin erwartet den Deutsch-Türken ein besonderes Fußballfest. 72.422 Zuschauer werden im Olympiastadion für ein volles Haus sorgen. Für die „Königlichen“ ist Berlin aber nur eine Durchgangsstation - am Montag erst war die Mannschaft von der Testspielreise aus den USA nach Europa zurückgekehrt. Von Berlin aus sollte es noch am Mittwochabend direkt zurück nach Madrid gehen. Am Samstag spielen die Madrilenen bei Leicester City in England, im Anschluss startet der Klub eine mehrtägige China-Reise.

Zustande gekommen ist die Partie über Herthas Vermarkter Sport-Five. Angeblich soll Madrid eine Million Euro für den Kick erhalten, Hertha bekommt eine niedrige sechsstellige Summe. Der deutsche Hauptstadtklub sieht die Partie auch als Dankeschön für die Fans, die die Mannschaft in der vergangenen Saison trotz des Abstiegs unterstützt hatten.

sid

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