Hickhack beendet

Österreich statt Schweiz: Koller bleibt beim ÖFB

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Die Hängepartie um Österreichs Fußball-Nationaltrainer Marcel Koller ist beendet. Der 52-jährige Schweizer hat sich gegen das Angebot aus seiner Heimat entschieden und bleibt dem Österreichischen Fußball-Bund erhalten.

Wien - Die Hängepartie um Österreichs Fußball-Nationaltrainer Marcel Koller ist beendet. Der 52-jährige Schweizer hat sich gegen das Angebot aus seiner Heimat entschieden und bleibt dem Österreichischen Fußball-Bund erhalten.

Die Hängepartie um Österreichs Fußball-Nationaltrainer Marcel Koller ist beendet. Der 52-jährige Schweizer hat sich gegen das Angebot aus seiner Heimat entschieden und bleibt dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) erhalten. Koller unterschrieb einen neuen Vertrag bis Ende 2015, der sich bei einer erfolgreichen Qualifikation für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich automatisch bis nach Turnierende verlängert.

Obwohl Koller bereits ein lukrativer Vertrag des Schweizer Verbandes bis 2016 vorgelegen haben soll, entschied er sich für die Fortführung seines bisherigen Jobs. Koller hatte als Favorit auf die Nachfolge des Schweizer Nationaltrainers Ottmar Hitzfeld gegolten, der nach der WM 2014 in Brasilien sein Amt niederlegt. „Wir haben vor zwei Jahren einen Weg begonnen - und diesen fortzusetzen ist eine spannende und herausfordernde Aufgabe“, sagte Koller.

ÖFB-Präsident Leo Windtner zeigte sich erleichtert über die Entscheidung Kollers, der zuletzt auch Trainerkandidat beim Bundesligisten 1. FC Nürnberg gewesen war. „Ich bin sehr froh, dass die Entscheidung für den Weg mit Marcel Koller gefallen ist. Ich sehe diese Entwicklung für die Mannschaft sehr positiv und bin überzeugt, dass dieses Team sehr gute Chancen hat, die nächste EM-Endrunde zu erreichen“, sagte Windtner.

Auch der Schalker Christian Fuchs zeigte sich erfreut über die Nachricht. „Die Mannschaft hat sich dafür ausgesprochen, mit ihm weiterzuarbeiten. Deshalb sind wir alle sehr erfreut“, sagte der Linksverteidiger: „Es war sicher keine leichte Entscheidung für ihn. Aber er hat sich was aufgebaut in Österreich, da wäre es schade gewesen, wenn er den Weg verlassen hätte. Ich denke, dass wir gute Chancen haben, uns für die nächste EM zu qualifizieren. Nicht nur, weil mehr Mannschaften dabei sein werden, sondern weil wir auch das Potenzial dazu haben.“

Die Arbeit Kollers lobte Fuchs in den höchsten Tönen. „Er hat in den zwei Jahren, die er bisher hier war, einiges bewegt. Wir sind von einer grauen Maus zu einem schlagkräftigen Team geworden“, erklärte der 27-Jährige: „Er gibt klare Kommandos, das hat in den letzten Jahren in Österreich ein bisschen gefehlt. Jetzt ist Zug dahinter, jeder zieht voll mit.“

Koller hatte im Herbst 2011 die Aufgabe beim ÖFB übernommen. Zwar verpasste Österreich unter seiner Leitung in der deutschen Gruppe die Qualifikation für die WM 2014, wies aber einen deutlichen Aufwärtstrend nach. In der Bundesliga war der Schweizer beim 1. FC Köln (2003-2004) und dem VfL Bochum (2005-2009) tätig gewesen.

sid

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