Nullnummer für Hannover

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Die Hannoveraner lieferten sich ein spannendes Spiel gegen ihre Gäste aus Lüttich, konnten jedoch ihre Chancen nicht nutzen.

Hannover - Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat einen durchwachsenen Start in die Gruppenphase der Europa League erwischt.

Die nun schon seit fünf Pflichtspielen sieglosen Niedersachsen kamen vor heimischem Publikum nicht über ein 0:0 gegen den belgischen Vizemeister Standard Lüttich hinaus und stehen vor ihrer zweiten Partie am 29. September beim ukrainischen Vertreter Worskla Poltawa bereits ein wenig unter Zugzwang.

Vor 42.540 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Arena setzten die Hannoveraner die Gäste von Beginn an unter Druck und übernahmen in der Anfangsphase klar das Kommando. Innenverteidiger Emanuel Pogatetz hatte die erste gute Möglichkeit, der Kopfball des österreichischen Nationalspielers strich jedoch am Standard-Tor vorbei (9.). Für die Wallonen schien dies ein Weckruf zu sein. Der belgische Pokalsieger nahm in der Folgezeit aktiver am Spielgeschehen teil. Zu mehr als zwei erfolglosen Fernschüssen reichte es aber nicht. Über weite Strecken neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld.

Abdellaoue gibt Comeback, Schulz muss passen

96-Trainer Mirko Slomka hatte seine Startelf im Vergleich zur 0:3-Pleite am vergangenen Wochenende beim VfB Stuttgart nominell auf zwei Positionen verändert. Der von Adduktorenproblemen genesene Torjäger Mohammed Abdellaoue verdrängte Didier Ya Konan, Sofian Chahed kam für Christian Schulz ins Team und verteidigte auf der rechten Seite. Dafür rückte Kapitän Steven Cherundolo auf die für ihn ungewohnte linke defensive Außenbahn. An Stabilität büßte die Viererkette durch die Umstellungen allerdings nicht ein.

Trotz allem Engagement haperte es bei den Platzherren vielmehr im Spiel nach vorn. Zahlreiche Flanken fanden keinen Abnehmer, das Passspiel war häufig zu ungenau. In der 40. Minute entdeckte Manuel Schmiedebach dann aber eine Lücke in der kompakten Defensive der Gäste und setzte Jan Schlaudraff in Szene. Der Ex-Nationalspieler schaltete blitzschnell und überlupfte den chancenlosen Standard-Keeper Sinan Bolat in Weltklasse-Manier. Während sich der Schlussmann schon mit dem Gegentreffer abgefunden zu haben schien, tropfte der Ball jedoch nur auf die Torlatte.

Auch Ya Konan erhöht Durchschlagskraft nicht

Nach der bis dahin besten Chance erhöhte Hannover bis zum Pausenpfiff noch einmal die Schlagzahl. Zählbares sprang bei den Versuchen aber nicht heraus. Mit Beginn des zweiten Durchgangs blieb Abdellaoue in der Kabine und wurde von Ya Konan ersetzt. Für mehr Durchschlagskraft in dem selten hochklassigen, aber immerhin spannenden Geduldsspiel sorgte jedoch auch der Ivorer nicht. Die Platzherren blieben zwar die bessere Mannschaft, kamen allerdings meist nur aus der Distanz halbwegs vielversprechend zum Abschluss. In der 83. Minute zog der eingewechselte Moritz Stoppelkamp knapp am linken Pfosten vorbei, so dass es beim torlosen Remis blieb.

dapd

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