Nürnberg macht Millionen-Gewinn

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FCN-Finanzvorstand Ralf Woy sieht den "Club" auf dem richtigen Weg.

Nürnberg - Bundesligist 1. FC Nürnberg schreibt weiter schwarze Zahlen. Dank hoher Transfererlöse schmilzt der Schuldenberg der Franken weiter.

 Nach 4,3 Millionen Euro vor einem Jahr machte der „Club“ auch im Geschäftsjahr 2011/12 mit 4 Millionen Euro wieder einen Gewinn. „Mit diesem wiederum sehr guten Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 haben wir erneut einen großen Schritt nach vorne gemacht. Diese positive Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren wollen wir auch in Zukunft fortsetzen“, sagte Finanzvorstand Ralf Woy am Dienstag in Nürnberg, wo die neusten Zahlen der Mitgliederversammlung präsentiert wurden.

Die Gesamterträge sanken in der vergangenen Saison um 1,7 Millionen Euro von 58,8 auf 57,1. Die Aufwendungen reduzierten sich um 1,4 Millionen Euro von 54,5 auf 53,1. Maßgeblich für den finanziellen Erfolg waren wie vor einem Jahr Transfererlöse. Durch den Verkauf von Philipp Wollscheid an Bayer Leverkusen sowie durch Nachzahlungen für Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund) und Dennis Diekmeier (Hamburger SV) beliefen sich diese Erlöse auf 6,4 Millionen Euro.

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Zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2012 hat der Tabellen-14. der Bundesliga die „Schieflage weiter deutlich verbessert“, wie Woy sagte. Das Kernziel bleibe die „weitere Konsolidierung des 1. FC Nürnberg“. Drückten vor zwei Jahren rund zehn Millionen Euro Schulden so beläuft sich der „nicht durch Vereinsvermögen gedeckte Fehlbetrag“ nun auf 2,3 Millionen Euro. Dem stünden ausreichenden stille Reserven des 1. FCN gegenüber, hieß es von Vereinsseite. In den Jahren vor den 4,3 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr und den 4 Millionen Euro jetzt hatten die Franken 5,3 und 5,8 Millionen Euro Verlust gemacht.

„Wir haben gespart, wo es notwendig war“, sagte Woy, aber man habe auch in den sportlichen Bereich investiert. „Wir wollen uns nicht kaputt sparen.“ Der „Club“ sei in der Lage, falls notwendig, in der Winterpause personell zu reagieren. Der Etat für den Lizenz-Bereich lag im Geschäftsjahr 2011/12 bei 20,5 Millionen Euro (Vorjahr 24,3).

dpa

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