Niersbach für Versöhnung von Ballack und Löw

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Wolfgang Niersbach soll Theo Zwanziger als DFB-Präsident ablösen.

Frankfurt/Main - Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will sich für eine Versöhnung von Michael Ballack mit Bundestrainer Joachim Löw einsetzen. Rudi Völler lobt den Vorstoß.

“Der DFB hat großes Interesse daran, dass alle Beteiligten miteinander ins Reine kommen“, sagte Niersbach der “Bild“-Zeitung (Montag). Ein offizielles Abschiedsspiel für den ehemaligen Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kann es nach den Verbandsregeln aber nicht mehr geben. Diese sind seit 1994 abgeschafft.

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler lobte den Niersbach-Vorstoß. “Michael Ballack ist auch ein Vorbild. Und ich unterstütze die Pläne des zukünftigen DFB-Chefs Wolfgang Niersbach, ihn mit Jogi Löw zu versöhnen. Michael hat einen Abschied aus der Nationalmannschaft verdient, der seiner Karriere entspricht“, schrieb Völler in seiner Kolumne für das Sportmagazin “Kicker“. Völler verlangte mehr als eine Geste für den 98-maligen Nationalspieler. “Das muss kein Abschiedsspiel sein, aber ein Fotoalbum und ein warmer Händedruck reichen sicherlich nicht aus“, schrieb Völler.

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Ballack war von Löw nach seiner Verletzung vor der WM 2010 nicht mehr für das Nationalteam berücksichtigt worden. Ein angebotener letzter Einsatz im Test gegen Brasilien (3:2) im August 2011 wurde von Ballack nach monatelangen, teilweise öffentlich ausgetragener Debatte um die DFB-Zukunft des 35-Jährigen abgelehnt. Löw hatte zuletzt sein Bedauern über diesen Verlauf geäußert.

dpa

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