Niersbach bangt um den Ruf des DFB

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DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Frankfurt/Main - Wolfgang Niersbach fürchtet nach den jüngsten Skandalen einen Schaden für den Ruf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Vor allem drei Dinge stoßen dem Generalsekretär übel auf.

„Mit dem Bild, dass der DFB derzeit öffentlich abgibt, bin ich natürlich nicht zufrieden. Wir stehen sportlich, wirtschaftlich und damit auch perspektivisch glänzend da, haben eine tolle Frauen-WM hinter uns und werden trotzdem mit Themen wie Gewalt oder möglichen Steuerdelikten von Schiedsrichtern konfrontiert. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Wir müssen uns diesen Dingen stellen und sie ausräumen“, sagte Niersbach der Tageszeitung Welt.

Unruhe auf Präsidiumsebene

Neben den Ermittlungen gegen 21 Referees wegen möglicher Steuerhinterziehungen und der ausufernden Gewalt in und um die Stadien herrscht beim Verband auch auf Präsidiumsebene Unruhe. Der Vize-Präsident Rainer Koch hatte sich in der vergangenen Woche mit dem ehemaligen Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell getroffen und die DFB-Spitze darüber offenbar nicht informiert.

„Ich kann bestätigen, dass wir von seinem Treffen mit Amerell erst aus den Medien erfahren haben und nicht von ihm direkt, was auch nach meiner persönlichen Einschätzung absolut angebracht gewesen wäre. Wir haben ihn nun zu einer Stellungnahme aufgefordert und gebeten, uns über das Zustandekommen und die Inhalte zu informieren“, sagte Niersbach.

sid

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