Dreiwöchige Auszeit

"Nicht mehr ich selbst": Darum war Aogo weg

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Dennis Aogo

Hamburg - Linksverteidiger Dennis Aogo (25) hat nach seiner Rückkehr ins Training des Hamburger SV erstmals über die Gründe seiner dreiwöchigen Auszeit gesprochen.

„Am Ende der Saison-Vorbereitung ist es mir immer schwerer gefallen, aufzustehen. Ich dachte, das sei nur eine Phase. Habe trotzdem versucht, mich durchzuschleppen. Aber dann kam der Punkt, an dem es nicht mehr ging“, sagte Aogo der Bild-Zeitung: „Wenn der Körper nicht mehr funktioniert, gehts in den Kopf. Ich war mental niedergeschlagen und habe gefühlt, dass ich nicht mehr ich selbst war.“

Der zehnmalige Nationalspieler hatte sich nach schwachen Leistungen in den ersten beiden Saisonspielen wegen eines verschleppten Infekts in ärztliche Behandlung in Innsbruck begeben. „Die ersten zehn Tage bin ich erstmal runtergekommen. Danach kamen der Elan und die Motivation zurück. Ich bin täglich gelaufen, Fahrrad gefahren und gewandert“, sagte Aogo: „Heute kann ich sagen, dass ich mich endlich wieder richtig gut fühle. Und das ist ein tolles Gefühl.“

Um seinen Stammplatz beim HSV, den er an Marcell Jansen verloren hat, will er kämpfen: „Ich weiß, dass ich geduldig sein und mein Ego zurückstecken muss. Aber natürlich bin ich davon überzeugt, mir meinen Platz zurückerkämpfen zu können. Sonst bräuchte ich doch hier gar nicht mehr anzutanzen.“

Konkurrent Jansen denkt unterdessen nach zuletzt konstanten Leistungen in der Bundesliga wieder an eine Rückkehr in die Nationalmannschaft. „Ob der Bundestrainer hinten links eine feste Lösung hat, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass die Nationalelf mein Ziel bleibt“, sagte Jansen der Sport Bild. Der 26-Jährige hat bislang 36 Mal für Deutschland gespielt. Sein letzter Auftritt liegt bereits mehr als zwei Jahre zurück.

sid

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