Neue Rassismus-Affäre beim FC Liverpool

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Liverpools Dirk Kuyt (l.) tröstet Tom Adeyemi, der von den Rängen rassistisch beleidigt wurde.

Liverpool - Der englische Fußball-Erstligist FC Liverpool hat erneut mit Rassismus-Vorwürfen zu kämpfen. Nach dem Skandal um den "Reds"-Star Luis Suarez steht nun der Anhang im negativen Fokus.

Im Pokalspiel des ehemaligen englischen Rekordmeisters gegen den Drittligisten Oldham Athletic am Freitag (5:1) soll Oldhams Spieler Tom Adeyemi vom Liverpooler Anhang rassistisch beledigt worden sein. Gegen Ende des Spiels brach der 20-Jährige in Tränen aus, „irgendwas wurde zu ihm gesagt“, sagte Oldham-Teammanager Paul Dickov.

Tom Adeyemi im Anfield-Stadion von Liverpool.

Liverpool bestätigte direkt nach dem Schlusspfiff den Vorfall und kündigte umfassende Ermittlungen an, „vonseiten des Klubs und vonseiten der Polizei“. Wie die englische Zeitung The Guardian berichtet, sollen die „Fans“, die Adeyemi verbal angingen, T-Shirts mit dem Abbild von Luis Suarez getragen haben.

Der „Skandalprofi“ des Champions-League-Gewinners von 2005 war erst vor kurzem vom englischen Fußballverband FA für acht Spiele gesperrt und zu einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Pfund (48.000 Euro) verurteilt worden, nachdem er den Franzosen Patrice Evra von Manchester United beim Meisterschaftsspiel am 15. Oktober (1:1) mit dem Wort „Neger“ beleidigt hatte.

SID

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