"Haben 2014 alle Chancen"

Nach 4:4: Löw kündigt Konsequenzen an

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Bundestrainer Joachim Löw glaubt an seine Mannschaft.

Mainz - Nach dem bitteren 4:4 gegen Schweden hat Bundestrainer Joachim Löw Konsequenzen für die Nationalmannschaft angekündigt, blickt aber dennoch mit großer Zuversicht auf die WM 2014 in Brasilien.

Bundestrainer Joachim Löw blickt trotz der jüngsten Kritik an der Fußball-Nationalmannschaft und seiner Person mit großer Zuversicht auf die WM 2014 in Brasilien. „Wenn wir noch ein bisschen cleverer werden, sind wir eine unheimlich starke Mannschaft und haben 2014 alle Chancen, ganz klar“, sagte Löw im ZDF-Sportstudio und betonte: „Unser Ehrgeiz ist ungebrochen, und wir setzen alles daran, das zu schaffen in Brasilien.“

Löw kündigte Konsequenzen aus dem bitteren 4:4 nach 4:0-Führung gegen Schweden in der WM-Qualifikation an. „Das Spiel hat aufgedeckt, wo wir unsere Probleme haben. Wir sind noch nicht resistent gegen Unwägbarkeiten“, sagte Löw: „Wir werden jetzt auch verstärkt unser defensives Potenzial abrufen müssen.“

Jogi gestern, Jogi heute

Jogi gestern, Jogi heute

Der Mannschaft fehle „ein bisschen die Balance“, sagte der Bundestrainer. „Defensiv stabil zu sein, ohne die Offensive zu vernachlässigen - das können nur die herausragenden Mannschaften. Wir müssen das schaffen, uns da weiter zu verbessern.“

Dass er und seine Spieler in entscheidenden Situationen unter Druck zu Hilflosigkeit neigen, bestritt Löw energisch: „Wir sind immer in der Lage zu reagieren, wir haben die Dinge absolut im Griff.“

Löw räumte ein, dass das A-Team auf den Außenverteidiger-Positionen und im Sturmzentrum „ein paar Probleme“ habe. Man habe sich deshalb mit DFB-Sportdirektor Robin Dutt und den Junioren-Trainern Gedanken gemacht, sagte Löw, „was wir in den U-Mannschaften machen können und auch mal in den Leistungszentren vorschlagen.“ Es liefen „schon Maßnahmen, diese Positionen für die Zukunft zu stärken“.

An der grundsätzlich offensiven Ausrichtung der Nationalmannschaft soll sich aber auch in Zukunft nichts ändern. „Zu dieser Philosophie stehe ich, zu dieser Angriffsphilosophie gibt es keine Alternative. Die Kraft nach vorne wollen wir behalten“, sagte Löw.

Der Bundestrainer hatte ursprünglich am vergangenen Samstag im Sportstudio auftreten sollen. Er musste seinen Besuch wegen eines grippalen Infekts aber zunächst absagen.

sid

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