FCK-Profi entschuldigt sich

Nach "Schwul"-Eklat: Idrissou zeigt Reue

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Mohamadou Idrissou

Kaiserslautern - Mohamadou Idrissou vom 1. FC Kaiserslautern hat Reue gezeigt und sich für seinen verbalen Aussetzer nach der Partie bei Energie Cottbus (2:4) entschuldigt.

Der Stürmer aus Kamerun ließ am Donnerstag in einer Mitteilung seines Vereins verlauten, dass „es nie meine Absicht gewesen war, Schiedsrichter Wolfgang Stark zu beleidigen“. Zudem teilte Idrissou mit, dass seine angeblichen schwulen-feindlichen Äußerungen missverstanden worden und der Kultur seiner schwarzafrikanischen Herkunft sowie seines begrenzten deutschen Sprachvermögens geschuldet seien.

Der 33-Jährige hatte über Referee Wolfgang Stark aus Ergolding nach der Partie bei Sky gepoltert. „Er sagt, ihm gefällt meine Körpersprache nicht. Ich habe eine Männer-Körpersprache. Ich bin nicht schwul und werde auch kein Schwuler sein. Das ist sein Problem. Ich bin nicht der Einzige, der schlecht über diesen Schiri redet.“ Nach dem Ausbruch droht dem mit 16 Toren treffsichersten Angreifer der Lauterer eine Anklage durch den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Idrissou („Manche Spieler hier haben keine Eier! Jeder macht, was er will“) hatte nach der Pleite in Cottbus zudem seine Kollegen verbal attackiert. FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz kritisierte dies scharf: „Die Art und Weise geht nicht. Es gibt einen Ehrenkodex, nach dem man die Kollegen nicht angreift in der Öffentlichkeit“, sagte Kuntz der Frankfurter Rundschau, relativierte aber: „Am Kern der Aussagen ist was Wahres dran. Ich hoffe, dass das jetzt zu Reibung und Emotionen in der Mannschaft führt.“

Verteidiger Jan Simunek, der vom Klub wegen nächtlicher Eskapaden im Vorfeld des Cottbus-Spiels suspendiert worden war, hat nach Angaben von FCK-Trainer Franco Foda in einem langen Gespräch seinen Fehler eingesehen. „Er hat zugegeben, dass er Mist gebaut hat“, erklärte Foda. Simunek wird am Sonntag bei den Lauterer Amateuren spielen. Danach, so Foda, werde man weiter sehen. „Aber ich bin niemand, der nachtragend ist“, sagte der Coach der Roten Teufel.

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Für das Spiel des Tabellendritten am Sonntag gegen den Fünften FSV Frankfurt (13.30 Uhr/Sky und Liga total!) sind bereits 33.000 Tickets verkauft. „Die Frankfurter können hier unbeschwert aufspielen, sie haben nichts zu verlieren“, warnte Foda, dem bis auf die Langzeitverletzten Enis Alushi, Steven Zellner, Chadli Amri und Pierre de Wit alle Spieler zur Verfügung stehen. Der FSV hat zwei Punkte Rückstand auf Kaiserslautern.

sid

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