Er übernimmt Verantwortung für Fehlgriff

Schalke-Manager Heldt schließt Rücktritt aus

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Horst Heldt will weiter Manager von Schalke 04 bleiben.

Gelsenkirchen - Für den Fehlgriff Di Mateo übernimmt Manager Horst Heldt die Verantwortung, schließt persönliche Konsequenzen aber aus. Neues Trainerteam soll Ende Juni feststehen.

Der in die Kritik geratene Manager Horst Heldt hat einen Rücktritt beim Bundesligisten Schalke 04 ausgeschlossen. „Ich habe Vertrag bis 2016. Zu meinem Aufgabengebiet gehört, einen neuen Cheftrainer auszusuchen und Entscheidungen zu treffen. Und das werde ich weiter machen“, sagte Heldt am Dienstag wenige Stunden nach dem Rücktritt von Trainer Roberto Di Matteo.

Für den Fehlgriff mit Di Matteo übernahm der Manager aber die Verantwortung. „Ich möchte nicht davon sprechen, dass es ein Fehler war. Aber es ist nicht aufgegangen und das ist meine Verantwortung“, erklärte er: „Dazu gibt es natürlich auch andere Themen, die ich zu verantworten habe. Da nehme ich mich nicht aus.“

Di Matteo „ist und bleibt ein guter Trainer“, meinte Heldt weiter: „Er hat viel vorzuweisen gehabt. Es hat hier nicht funktioniert. Das hatte Gründe. Aber er wird woanders vielleicht mehr Glück haben und dort Erfolg haben.“

Bei der Suche nach einem Nachfolger werde es „keinen Schnellschuss“ geben, erläuterte der 45-Jährige: „Wir werden uns die Zeit nehmen, die wir benötigen.“ Sein Ziel sei es, „bis zum Trainings-Auftakt am 28. Juni ein neues Trainerteam zu haben. Es wird sich zeigen, ob sich das umsetzen lässt.“

Die Anforderungen an den neuen Trainer seien aber klar: „Wichtig ist in erster Linie, den Fußball zu verkörpern, den die Leute hier sehen wollen. Natürlich muss er auch Spieler weiter entwickeln. Und gleichzeitig benötigen dieser Verein und diese Mannschaft ein hohes Maß an Disziplin.“ Ob es ein junger oder erfahrener Trainer werde, sei offen. Nur den beim Erzrivalen Borussia Dortmund scheidenden Jürgen Klopp schloss Heldt aus: „Sieben Jahre echte Liebe innerhalb von zwei Monaten zu verändern, würde keiner verstehen. Man muss auch authentisch sein.“

sid

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