Nach Kollaps: FA prüft medizinische Versorgung

London - Nach dem Herzstillstand von Fußball-Profi Fabrice Muamba von den Bolton Wanderers stellt die englische Premier League ihre medizinischen Richtlinien und Vorkehrungen auf den Prüfstand.

„Wenn es Mittel und Wege gibt, etwas besser zu machen, werden wir nichts unversucht lassen“, sagte Liga-Chef Richard Scudamore am Dienstag.

Scudamore verwies dabei auf den Fall Petr Cech. Der Torwart des FC Chelsea hatte sich 2007 auf dem Feld einen Schädelbruch zugezogen und musste 30 Minuten in der Kabine auf einen Arzt warten. „Das war ein Weckruf für die Liga“, sagte Scudamore. Die medizinischen Anforderungen an die Klubs wurden danach deutlich erhöht.

Laut Scudamore sei aber die Versorgung Muambas, der am Samstag in der 41. Minute des Viertelfinalspiels im FA-Cup bei Tottenham Hotspur auf dem Spielfeld zusammengebrochen war und wiederbelebt wurde, vorbildlich verlaufen. Der 23 Jahre alte gebürtige Kongolose wird zwar weiter auf der Intensivstation behandelt, befand sich aber am Dienstag weiter auf dem Weg der Besserung. „Er hat eine ruhige Nacht verbracht, während das medizinische Team weiterhin seine Fortschritt überwacht“, hieß es im ärztlichen Bulletin.

SID

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