Kaiserslautern und Köln feiern Derby-Siege

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Kaiserslauterns Christian Tiffert jubelt auf dem Rasen nach seinem Treffer zum 3:1, während sich Kaiserslauterns Spieler bei ihm bedanken.

Leverkusen - Der 1. FC Köln hat nach mehr als 15 Jahren beim rheinischen Erzrivalen Bayer Leverkusen das Derby gewonnen - dank Podolski. Auch der 1. FC Kaiserslautern kann einen Derbysieg feiern.

Nach über 15 Jahren hat der 1. FC Köln mit einem 4:1 (2:0) wieder einen Sieg in der Fußball-Bundesliga beim Nachbarn Bayer Leverkusen geschafft. Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena schossen Milivoje Novakovic (44. Minute), Nationalstürmer Lukas Podolski (47./54.) und Mato Jajalo (90.+4) sowie für die Gastgeber Simon Rolfes (70.) am Samstag die Tore im 53. Lokalderby. Die Kölner hatten zuletzt am 6. April 1996 bei Bayer 04 gewonnen. Bayer 04 dagegen verlor in der Nachspielzeit auch noch André Schürrle, der die Rote Karte wegen eines groben Fouls gezeigt bekam.

Seinen ersten Saisonsieg feierte Kaiserslautern. Die Mannschaft gewann das rheinland-pfälzische Derby am Samstagabend mit 2:1 (1:1) gegen den FSV Mainz 05. Eric-Maxim Choupo-Moting (15.) hatte den Mainz, das seit nunmehr vier Partien auf einen Erfolg wartet und der nach sechs Pflichtspielen ohne Niederlage gegen die Pfälzer wieder eine Pleite kassierte, in Führung gebracht. Ein Eigentor des FSV-Innenverteidigers Bo Svensson (24.) und die Treffer des israelischen Neuzugangs Itay Shechter (54.) sowie Christian Tiffert (73.) brachten die Roten Teufel auf die Siegerstraße.

Gefeiert werden darf auch in Bremen: In der kuriosen Wasserschlacht von Nürnberg verlor Werder Bremen erst Torhüter Tim Wiese mit Roter Karte, eroberte sich dann in mehr als 70 Minuten Unterzahl zumindest bis Sonntag die Tabellenspitze. In einem wegen eines Wolkenbruchs teilweise irregulären Spiel mit einer der längsten Halbzeitpausen der Geschichte blieben die Gäste beim 1:1 (1:0) beim 1. FC Nürnberg zum vierten Mal in Serie ohne Niederlage. Der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf reichte beim 1. FC Nürnberg ein 1:1 (1:0), um zumindest bis Sonntag auf Platz eins zu stehen. In der 24. Minute gelang ausgerechnet Mehmet Ekici, der im Sommer von Nürnberg zu Werder gewechselt war, die Bremer Führung. Philipp Wollscheid glich vor 43.121 Zuschauern in einer temporeichen Partie in der 62. Minute aus.

Werder, in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entgangen, ließ sich in seinem 1600. Bundesligaspiel auch von der Roten Karte gegen Nationaltorwart Tim Wiese (16.) wegen einer Notbremse nicht aus dem Konzept bringen - und schon gar nicht vom Regen. Die Partie stand zwischenzeitlich vor dem Abbruch, denn sintflutartiger Regen hatte zu Ende der ersten Halbzeit für chaotische Platzverhältnisse gesorgt. Nachdem der Regen nachgelassen hatte, setzte Schiedsrichter Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) die Partie mit 20-minütiger Verspätung fort.

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Negativ verlief die Partie am sechsten Spieltag für den Hamburger SV. Die Krise des Vereins wird immer schlimmer. Statt des erhofften Befreiungsschlages unterlag der HSV vor eigenem Publikum auch Borussia Mönchengladbach mit 0:1 (0:0) und wartet damit weiterhin auf den ersten Sieg in der laufenden Saison und bleibt Tabellenletzter. Igor de Camargo (66.) brachte die Gäste mit einem Kopfballtreffer in Führung und nutzte dabei erneut einen Stellungsfehler in der HSV-Deckung bei einem Freistoß. Es war bereits der achte Gegentreffer für die Hanseaten nach einer Standardsituation. Die Borussia setzte dagegen ihren Höhenflug fort, feierte bereits ihren vierten Saisonsieg und setzt sich in der Spitzengruppe fest.

Auch der VfL Wolfsburg und Trainer Felix Magath haben schon wieder einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der deutsche Fußball-Meister von 2009 kassierte mit dem 1:3 (0:2) bei 1899 Hoffenheim am 6. Bundesliga-Spieltag bereits die vierte Niederlage. Ryan Babel (20. Minute) und Roberto Firmino (23./85) trafen am Samstag vor 26 850 Zuschauern für das Team von Holger Stanislawski, das sich damit in der Spitzengruppe festsetzte. Ashkan Dejagah (67.) erzielte den Anschlusstreffer. VfL-Keeper Marwin Hitz sah zehn Minuten vor Schluss wegen Schiedsrichterbeleidigung zu allem Übel Rot.

Augsburg dämpft Hertha-Euphorie

Mit einem Unentschieden endete das Duell der Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC und FC Augsburg. Mit 2:2 (0:1) trennten sich die beiden Mannschaften am Samstag in Berlin. Hajime Hosogai brachte die Gäste dabei vor 48.385 Zuschauern im Olympiastadion in Führung (20.), ehe Christian Lell (46.) und Tunay Torun (57.) die Partie in Richtung Hertha-Sieg zu drehen schienen. Doch Jan-Ingwer Callsen-Bracker schaffte den Ausgleich für die Augsburger (64.). Sebastian Langkamp sah nach einer Notbremse gegen den Berliner Raffael kurz vor Schluss noch die Rote Karte (86.).

dpa/dapd/sid

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