Nach Elfer-Krimi: Frankfurt im Finale

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Jessica Landström (r.) freut sich mit Kerstin Garefrekes über deren Tor zum 1:0.

Frankfurt/Main - Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt haben zum zwölften Mal das Finale um den DFB-Pokal erreicht - nach einem Elfer-Krimi.

Dank Torhüterin Desiree Schumann haben die Fußballerinnen von Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt zum zwölften Mal das Endspiel im DFB-Pokal erreicht. Die Hessinnen gewann das Halbfinale gegen den dreimaligen Cupgewinner FCR Duisburg mit 7:6 (1:1/2:2) nach Elfmeterschießen. Im Finale am 12. Mai in Köln trifft Frankfurt entweder auf Bayern München oder den Hamburger SV, die sich am Ostermontag (13.00 Uhr) im zweiten Vorschlussrunden-Duell gegenüberstehen.

Mit zwei gehaltenen Strafstößen gegen die Nationalspielerinnen Annike Krahn und Linda Bresonik avancierte FFC-Keeperin Schumann im Elfmeterschießen zur Matchwinnerin. „Das ist ein Wahnsinns-Gefühl. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft und werde den Moment genießen“, sagte Schumann, die die verletzte Nationaltorhüterin Nadine Angerer (Knie-OP) glänzend vertrat.

Im Stadion am Brentanobad bescherte Ex-Nationalspielerin Kerstin Garefrekes (8.) den Gastgeberinnen mit ihrem Treffer zunächst einen Auftakt nach Maß. Doch Mandy Islacker (27.) und Alexandra Popp (69. ) brachten die stark aufspielenden Duisburgerinnen danach in Führung. Gina Lewandowski (80.) rettete Frankfurt mit dem Ausgleich in die Verlängerung, in der Schumann ihre Mannschaft mehrfach vor einem Rückstand bewahrte.

Im Elfmeterschießen hätte Krahn für den Tabellenzweiten Duisburg alles klar machen können, doch die Verteidigerin scheiterte an Schumann. Wenig später parierte die 22-Jährige gegen Bresonik und versank danach in einer Jubeltraube. Selbst Angerer stürmte mit Krücken auf das Spielfeld und gratulierte Schumann.

Damit dürfen die Frankfurterinnen, in der Bundesliga auf Platz drei rangierend, weiter vom Triple träumen. Im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals muss das Team von Trainer Sven Kahlert am 15. April beim FC Arsenal antreten, das Rückspiel findet eine Woche später statt. Das Finale der Königsklasse steigt am 17. Mai im Olympiastadion in München.

sid

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