Manipulation und Sprengstoff in Zypern

Bombenanschlag: Schiedsrichter in Zypern streiken

Nikosia - Chaos und Gewalt erschüttern den zyprischen Fußball. Nach einem Bombenanschlag streiken die Schiedsrichter für eine Woche. Es war nicht der erste Anschlag auf einen Unparteiischen.

Nach einem Bombenanschlag auf das Elternhaus eines zyprischen Fußball-Schiedsrichters sind die Unparteiischen der Mittelmeerinsel für eine Woche in Streik getreten.Den Anschlag auf das Elternhaus des Schiedsrichters Thomas Mouskos in der Hafenstadt Limassol bezeichnete der zyprische Fußballverband (KOP) „Terrorakt und eine feige Aktion“. Es handelt sich um den vierten Bombenanschlag auf einen Schiedsrichter in den letzten zwölf Monaten. In allen Fällen entstanden erhebliche Schäden, verletzt wurde niemand.

Die zyprische Justiz untersucht zurzeit Spielmanipulationen an denen neben Vereins-Funktionären Mitglieder des Fußballverbandes und Schiedsrichter verwickelt sein sollen. Auch der Präsident des zyprischen Fußballverbandes hält Spielmanipulationen für wahrscheinlich. Beweise der Europäischen Fußball-Union UEFA legten den Verdacht bei 17 verschiedenen Partien nahe, sagte KOP-Präsident Kostakis Koutsokoumnis Ende Dezember.

Die Explosion vom Montag ist der vierte Anschlag in den vergangenen zwölf Monaten. Im Mai wurde Thomas Mouskos schon einmal Ziel eines Anschlags, als eine Granate auf sein Haus geworfen wurde. Im Februar explodierte eine Autobombe am Auto des Fifa-Schiedsrichters Leontios Trattos, im Oktober detonierte eine Rohrbombe vor dem Haus der zyprischen Schiedsrichter-Vereinigung.

Am kommenden Montag will sich der Vorstand des Schiedsrichterverbandes erneut treffen und über das weitere Vorgehen entscheiden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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