Nach Depressionen: Fenin vor Comeback

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Marco Fenin steht bei Energie Cottbus vor dem Comeback.

Cottbus - Nach der Hirnblutung und einer Depressions-Erkrankung hofft Martin Fenin von Energie Cottbus auf eine Rückkehr in den Kader des Zweitligisten.  

„Ich werde Gas geben und Freitag und Samstag mit dem Trainer Klartext reden. Wenn ich mich bis Samstag so gut fühle wie jetzt, sage ich, dass ich spielen will“, meinte der Stürmer.

Auch Trainer Rudi Bommer hat offenbar schon angedeutet, dass eine Rückkehr des tschechischen Stürmers in den Kader durchaus denkbar sei. Cottbus hat derzeit im Sturm personelle Probleme. Der Einsatz von Torjäger Dimitar Rangelow ist wegen eines Muskelfaserrisses fraglich. Die Brandenburger gewannen in der Rückrunde in sechs Spielen bislang nur einmal und sind dem Abstiegskampf gefährlich nahegekommen.

Im Oktober des vergangenen Jahres war die Leidensgeschichte von Fenin bekannt geworden. Der ehemalige tschechische Nationalspieler war nach einem Sturz mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Anschließend gab er bekannt, dass er an Depressionsschüben leide. Zudem räumte er eine „vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel“ ein. Nach dem Unfall begab sich Fenin in psychologische Behandlung und unterzog sich einer weiteren neurologischen Physiotherapie.

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„Das mit meinen Eltern war das Allerschlimmste. Sie bekamen einen Anruf, dass ihr Sohn im Krankenhaus liegt. Ich habe zuvor keinem gesagt, dass es mir nicht gut geht. Auch nicht meiner Mama“, sagte Fenin am Mittwoch fünf Monate nach Bekanntwerden der Erkrankungen.

Schon in der Zeit vor dem Fenstersturz litt der 24-Jährige an Depressionen. Doch keiner bekam es mit. Auch die Mutter nicht, die in Tschechien als Ärztin arbeitet. „Ich habe mich nicht depressiv gefühlt. Das wurde erst später im Krankenhaus festgestellt“, berichtete Fenin.

Fenin arbeitete zuletzt entschlossen an seinem Comeback. Ende Februar kehrte er ins Mannschaftstraining zurück. Beim Spiel gegen seinen Ex-Klub Frankfurt am 4. März saß er symbolisch schon wieder auf der Bank, kam aber nicht zum Einsatz.

SID

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