Prozessauftakt mit Blitzlichtgewitter

Breno: "War ein bisschen traurig"

München - Seit diesem Mittwoch steht FC-Bayern-Profi Breno vor Gericht. Zum Prozessbeginn erzählt der Brasilianer seine ganze traurige Geschichte bei den Münchnern.

Knapp neun Monate nach dem verheerenden Brand in seiner Villa muss sich Fußball-Profi Breno seit Mittwoch in München vor Gericht verantworten. Dem 22 Jahre alten Brasilianer, dessen Vertrag beim FC Bayern zum Monatsende ausläuft, wird schwere Brandstiftung vorgeworfen.

Prozessauftakt mit Blitzlichtgewitter: Breno vor Gericht

Ex-Bayern-Profi Breno vor Gericht

Der Abwehrspieler soll im vergangenen September die von ihm angemietete Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald vorsätzlich angezündet haben. „Ich warte jetzt natürlich ab, wie das Verfahren ausgeht“, sagte Breno zu seinen Zukunftsplänen. „Ich denke, dass das Gericht in meinem Sinne handeln und das Beste für mich finden wird.“

Breno wirkte beim Prozessauftakt, der von einem großen Medieninteresse begleitet war, angespannt. Eine Viertelstunde lang musste er sich vor dem Beginn der Hauptverhandlung vor der 12. Strafkammer des Landgerichts München I einem wahren Blitzlichtgewitter aussetzen. Auch Ex-FC-Bayern-Stürmer Giovane Elber, der dem FC Bayern eine Mitschuld an der misslichen Situation gegeben hatte, verfolgte die Verhandlung als Zuschauer.

Die Aussage zum Tatvorwurf verweigerte Breno. Er machte lediglich umfassende Angaben zu seiner Person. Dabei schilderte er, dass er aufgrund sprachlicher Probleme in Deutschland relativ wenig Anschluss hatte. „Ich habe immer Kontakte gesucht zu den Spielern“, sagte Breno. Auch zu den Psychologen. „Aber mein Deutsch ist nicht so gut.“ Auch mit seinen Trainern habe er sich nur über Drittpersonen verständigen können. Zudem habe es ihm zu schaffen gemacht, dass er nur selten spielen durfte. „Ich war ein bisschen traurig“, sagte Breno. „Ich war viel zu Hause.“

Breno war Anfang 2008 zum deutschen Fußball-Rekordmeister gekommen. Für den Verein kam er in den vergangenen viereinhalb Jahren auch wegen diverser Verletzungen lediglich auf 33 Pflichtspiel-Einsätze.

dpa / dapd

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