Missglückter EM-Test: Kein Radioton aus Kiew

Kiew - Kein Ton aus Kiew: Die EM-Generalprobe im Gastgeberland Ukraine endete für den ARD-Hörfunk ernüchternd. Reporter Alexander Bleick konnte am Freitagabend nicht live aus dem EM-Endspielstadion berichten.

Die Leitung nach Deutschland funktionierte nicht. So musste Holger Gerska in der Hamburger Heimatredaktion einspringen und anhand der Fernsehbilder die verschiedenen ARD-Hörfunksender mit Einblendungen vom 3:3 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft versorgen.

Bilder vom Spiel der Ukraine gegen Deutschland

Bilder vom Spiel der Ukraine gegen Deutschland

"Seit 23 Jahren übertrage ich Länderspiele, aber das ist noch nie passiert, nicht in Moldawien, nicht in Albanien, nirgendwo", erklärte der wider Willen arbeitslose Bleick am Samstag in Kiew. Keine Übertragungsmöglichkeit hatte geklappt. Bei einer Vorbesprechung drei Wochen vor dem Spiel hatten die ukrainischen Gastgeber noch versichert, dass es ISDN-Leitungen im Stadion geben würde. Auf eine bei Länderspielen sonst übliche Vollübertragung der kompletten 90 Minuten hatte die ARD im Vorhinein verzichtet. Bleick bleibt aber zuversichtlich für das EM-Turnier 2012: "Ich glaube, dass es dann funktionieren wird. Dann ist auch die UEFA zuständig in den Stadien."

Bei der Vor- und Nachberichterstattung von der Partie konnten die Hörfunk-Kollegen dagegen wie gewohnt ihre Berichte aus Kiew absetzen. Im Hotel gab es keine Leitungsprobleme, dort hatten die Ukrainer ganze Arbeit geleistet.

dpa

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