Miroslav Klose lässt DFB-Zukunft offen

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Miroslav Klose

Mainz - Torjäger Miroslav Klose will vor der Fußball-EM im kommenden Sommer keine Entscheidung über einen möglichen Rücktritt aus der Nationalmannschaft nach dem Turnier treffen.

“Nein, ich werde mich vor der EM nicht festlegen“, sagte der 33 Jahre alte Angreifer des italienischen Erstligisten Lazio Rom der “Bild“-Zeitung (Mittwoch).

Eine mögliche Fortsetzung seiner DFB-Karriere bis zur WM 2014 in Brasilien hatte Klose nach der letzten Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika noch als unwahrscheinlich bezeichnet. Sein erstes großes Turnier hatte Klose bei der WM 2002 in Japan und Südkorea bestritten. Die EM 2012 in seinem Geburtsland Polen und der Ukraine wäre sein sechstes großes Turnier nacheinander.

“Ich bin ein spontaner Mensch, ich entscheide aus dem Bauch heraus, wann Schluss ist“, sagte Klose vor dem EM-Qualifikationsspiel der DFB-Auswahl an diesem Freitag in Istanbul gegen die Türkei. Der Routinier will vielmehr so lange weiterspielen, wie er “Spaß“ habe und “verletzungsfrei“ bleibe. Klose könnte gegen die Türkei sein 113. Länderspiel bestreiten. In der ewigen DFB-Rangliste liegt nur noch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus mit 150 Einsätzen vor ihm. In der DFB-Torschützenliste liegt Klose ebenfalls auf Platz zwei. Mit 62 Treffern trennen ihn nur noch sechs Tore von Rekordschütze Gerd Müller (68).

Nach Abschluss der EM-Qualifikation will der Stürmer aber auf Bundestrainer Joachim Löw zugehen, “um über die Zukunft zu reden“. Der derzeit älteste aktuelle Nationalspieler, der mit neun Treffern auch Deutschlands erfolgreichster Schütze in der EM-Qualifikation ist, steht bei Löw allerdings weiterhin sehr hoch im Kurs. “Ich freue mich, dass er bei Lazio Rom regelmäßig zum Einsatz kommt, Tore schießt und Tore vorbereitet“, sagte der Bundestrainer vor dem Türkei-Spiel.

Klose schwebe nach seinem Wechsel vom FC Bayern nach Italien “ein Stück weit auf Wolke sieben“, meinte Löw. Er sei froh, dass Klose und Bayern-Torjäger Mario Gomez “beide in sehr guter Form“ seien und es im Angriff der Nationalmannschaft einen “positiven Konkurrenzkampf“ gebe. Löw kündigte an, Klose nach den anstehenden Länderspielen gegen die Türkei und Belgien in Rom besuchen zu wollen.

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dpa

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