Platini kontert Lahm-Kritik

"Würde ich mir nicht erlauben"

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Michel Platini hat in einem Fernsehinterview DFB-Kapitän Philipp Lahm kritisiert.

München - UEFA-Präsident Michel Platini setzt sich in einem Fernseh-Interview gegen die Kritik von DFB-Kapitän Philipp Lahm zur Wehr.

Vor dem deutschen Fußball-EM-Auftaktspiel am Samstag (20.45 Uhr/ARD) in Lwiw gegen Polen hat UEFA-Präsident Michel Platini in einem Exklusivinterview mit der ARD die jüngsten Äußerungen von Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm zur politischen Situation in der Ukraine kritisiert.

„Ich glaube, dass ein Fußballer - vor allem ein Kapitän einer Nationalmannschaft - sich nicht zwangsläufig in der Öffentlichkeit zu politischen Dingen äußern sollte“, äußerte der 56-jährige Platini. Weiter sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union: „Es gibt in der Ukraine eine Menge Leute, die dafür arbeiten, dass er dort spielen kann. Ich würde mir als Spieler nicht erlauben zu sagen: Ihr müsst dies und das tun.“

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„Meine Ansichten zu demokratischen Grundrechten, zu Menschenrechten, zu Fragen wie persönlicher Freiheit oder Pressefreiheit finde ich in der derzeitigen politischen Situation in der Ukraine nicht wieder. Wenn ich sehe, wie das Regime Julia Timoschenko behandelt, dann hat das nichts mit meinen Vorstellungen von Demokratie zu tun“, hatte Lahm dem Spiegel gesagt.

Am Ende des ARD-Interviews gab sich Platini in Bezug auf den DFB-Spielführer aber wieder versöhnlich: „Lahm ist ein sehr, sehr guter Spieler. Vielleicht überreiche ich ihm auch den Pokal - mit einem Lachen im Gesicht.“

SID

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