Mexiko gewinnt den Gold Cup

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Die Mexikaner bejubeln den Titel

Los Angeles - Mexiko hat zum sechsten Mal den Gold Cup gewonnen - obwohl Finalgegner USA zwei Tore durch Ex-Bundesliga-Profis verbuchte.

Mexikos Fußballer haben im Prestige-Finale bei Nachbar USA den Gold Cup verteidigt und sind zum sechsten Mal Meister von Nord- und Mittelamerika. Trotz eines 0:2-Rückstandes siegten die Mexikaner am Samstagabend (Ortszeit) in Los Angeles mit 4:2 (2:2). Die ehemaligen Bundesliga-Profis Michael Bradley (8.) und Landon Donovan (23.) hatten die Amerikaner in Führung gebracht. Die Gäste drehten vor 93 420 überwiegend mexikanischen Zuschauern noch das Spiel und kamen durch Treffer von Pablo Barrera (29./50.), Andres Guardado (36.) und Giovani Dos Santos (78.) zum verdienten Sieg. Nach der 5:0-Demontage der USA im Gold Cup-Finale 2009 waren die Mexikaner auch dieses Mal eine Nummer zu groß für die abwehrschwachen Amerikaner. Durch den zweiten Gold-Cup-Titel in Serie qualifizierte sich “El Tri“ zudem für den Confederations Cup 2013 in Brasilien. Der mexikanische Stürmerstar Javier Hernandez von Manchester United ging im Finale zwar leer aus, wurde mit sieben Toren aber zum besten Spieler des Turniers gewählt. 

Dabei hatte der Gold Cup denkbar ungünstig für die Mexikaner begonnen. Torwart Guillermo Ochoa, Francisco Javier Rodríguez, Edgar Dueñas, Antonio Naelson und Christian Bermúdez waren bei einem Dopingtest am 21. Mai positiv auf das Kälbermastmittel Clenbuterol getestet worden und hatten deshalb das Turnier vorzeitig verlassen müssen. Die Testergebnisse wurden erst während des Gold Cups bekannt. 

“Alles liegt hinter uns, wir haben uns dadurch nicht ablenken lassen“, sagte Mexikos Coach José Manuel de la Torre, “gewinnen ist das beste Gefühl und gibt uns eine tiefe Genugtuung.“ Das Stadion “Rose Bowl“ war fest in mexikanischer Hand. “Es war wie ein Heimspiel für Mexiko, aber wir wussten vorher, dass wir uns darauf einstellen müssen“, erklärte US-Coach Bob Bradley, “wir sind total enttäuscht und fühlen uns leer.“ 

Selbst der Traumstart mit den zwei frühen Toren gab den Platzherren keine Sicherheit. Die anfällige Defensive wurde durch den verletzungsbedingten Ausfall von Steven Cherundulo weiter geschwächt. Der Rechtsverteidiger von Hannover 96 musste in der elften Minute mit einer Verletzung im linken Knöchel vom Platz. Die US-Boys hatten 2007 mit einem 2:1-Endspielerfolg über Mexiko ihren vierten und bislang letzten Triumph beim Gold Cup gefeiert.  

dpa

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