Barça  vs. Real

FIFA benennt Weltfußballer-Kandidaten

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Lionel Messi vom FC Barcelona ist der amtierende Weltfußballer.

Sao Paulo - Ein spanischer Europameister, der amtierende und ein ehemaliger Weltfußballer kämpfen um den Goldenen Ball. Der Gewinner wird Anfang Januar 2013 in Zürich gekürt.

Beim Kampf um den für ihn vielleicht wichtigsten Titel des Jahres muss sich Cristiano Ronaldo wieder der Übermacht vom FC Barcelona stellen. Neben dem extrovertierten und doch so sensiblen Portugiesen von Real Madrid stehen wie erwartet auch Dreifach-Sieger Lionel Messi und Spaniens Welt- und Europameister Andrés Iniesta vom spanischen Top-Club in der Endausscheidung um den begehrten Goldenen Ball als Weltfußballer des Jahres 2012. Die Profis wurden am Donnerstag vom Weltverband FIFA für die Gala am 7. Januar 2013 in Zürich als Top-Trio benannt. Im Vorjahr hatte sich Messi vor Ronaldo und Iniesta durchgesetzt und den einmaligen Titel-Hattrick geschafft.

„Wenn ich wählen dürfte, würde ich mich selber wählen“, hatte Ronaldo kürzlich verkündet und damit eine ungewöhnliche Werbekampagne in eigener Sache angezettelt - mit seinem Trainer José Mourinho als eifrigstem Unterstützer. Messi sei vielleicht der Beste der Welt, aber Ronaldo der Beste des Universums, stellte Mourinho unbescheiden fest. Die Sehnsucht nach der Auszeichnung, die er 2008 schon einmal in Empfang nahm, ist bei Ronaldo offenbar riesig. Als er im August bei der Wahl zu Europas bestem Fußballer Iniesta den Vortritt lassen musste, entgleisten ihm auf der Gala-Bühne in Monaco die Gesichtszüge. Kurz darauf beklagte er sich über fehlende Liebesbekundungen in Madrid.

In Zürich droht neuer Seelenschmerz, denn Messi gilt wieder als Favorit, die meisten Stimmen von Nationaltrainern, Kapitänen der Nationalteams und Journalisten zu bekommen. „Er verdient diese Auszeichnungen für seine Leistungen. Ich wünsche ihm allen Erfolg“, sagte der Brasilianer Ronaldo - selbst Titelträger 1996, 1997 und 2002 bei der Präsentation der Nominierten am Donnerstag. Iniesta werden nur Außenseiterchancen eingeräumt, obwohl er bei der EM mit Spanien im Gegensatz zu seinen Konkurrenten im Jahr 2012 einen internationalen Titel gewinnen konnte.

Pikanterweise muss sich Mourinho bei der Wahl zum besten Trainer der Welt quasi dem gleichen Duell wie sein Schützling Cristiano Ronaldo stellen. Der Portugiese ist neben Josep Guardiola (FC Barcelona) und Spaniens Nationalcoach Vicente del Bosque nominiert. Bundestrainer Joachim Löw schaffte nicht den Sprung in die Endausscheidung.

Der deutsche Einfluss beim FIFA-Auszeichnungsmarathon ist gering. Auch bei den Frauen fehlen die sonst oft dekorierten deutschen Damen. Weltfußballerin des Jahres 2012 wird Marta (Brasilien), Abby Wambach (USA) oder Alex Morgan (USA). Top-Coach von Frauen-Teams wird der Franzose Bruno Bini, die Ex-US-Trainerin Pia Sundhage aus Schweden oder der Japaner Norio Sasaki.

Bei der Gala in Zürich können immerhin sechs deutsche Profis auf eine Berufung in die FIFA-Weltauswahl hoffen. Manuel Neuer, Mats Hummels, Philipp Lahm, Mesut Özil, Bastian Schweinsteiger und Mario Gomez gehören zu den insgesamt 55 Nominierten. Einziger ausländischer Bundesliga-Profi in dieser Runde ist Franck Ribéry vom FC Bayern München.

Alle Weltfußballer seit 1982

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dpa

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