Messi führt FC Barcelona ins CL-Halbfinale

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Barcelona konnte sich gegen Mailand durchsetzen.

Barcelona - Angeführt von Rekord-Torjäger Lionel Messi steht Titelverteidiger FC Barcelona zum fünften Mal in Serie im Halbfinale der Champions League.

Der spanische Fußball-Meister schaltete am Dienstagabend den AC Mailand dank eines 3:1 (2:1)-Heimsiegs im Viertelfinal-Rückspiel aus. Das Hinspiel war torlos geblieben. Mann des Abends war einmal mehr Weltfußballer Messi, der mit zwei Elfmetertreffern (11. Minute/41.) sein Torekonto in dieser Champions-League-Saison auf 14 schraubte - eine neue Bestmarke. Zudem traf Andres Iniesta (53.) für Barça. Milan durfte nach Antonio Nocerinis zwischenzeitlichem 1:1-Ausgleich (32.) nur kurz hoffen.

Im Halbfinale könnte Barcelonas Gegner FC Chelsea heißen. Die Londoner gewannen ihr Viertelfinal-Hinspiel bei Benfica Lissabon 1:0 und haben im Rückspiel am Mittwoch Heimrecht. Der Titelfavorit aber heißt weiter FC Barcelona - vor allem dank Messi. Mit seinen beiden Treffern überflügelte der 24-Jährige den bisherigen Saisonrekord, den er gemeinsam mit Ruud van Nistelrooy hielt.

Zugleich stellte er die historische Bestmarke im alten Landesmeister-Cup von José Altafini ein, der in der Saison 1962/63 für den AC Mailand 14 Tore markierte. Messi könnte nun als erster Spieler zum vierten Mal in Serie erfolgreichster Torschütze in Europas Eliteliga werden. Insgesamt hat der Argentinier nun schon 51 Mal in der Königsklasse getroffen. Er zog damit am Franzosen Thierry Henry (50) vorbei und hat nur noch den Schalker Raúl (71) und van Nistelrooy (56) vor sich.

Alle Weltfußballer seit 1982

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Barça machte wie erwartet von Beginn an Dampf. Zweimal vergab Messi noch die Chance zum 1:0. Zunächst konnte Mailands Torwart Christian Abbiati seinen Flachschuss aus neun Metern parieren, dann patzte der Rekord-Torjäger ungewohnt aus Nahdistanz. Sein dritter Torschuss aber war drin. Luca Antonini foulte Messi nach einem Konter im Strafraum, den Elfmeter setzte Barcelonas Superstar cool ins Netz.

Auch danach beherrschten die Hausherren die Partie, schlugen aus ihrer Dominanz aber zu wenig Kapital. Dies bestraften die Gäste. Robinho und der frühere Barça-Stürmer Zlatan Ibrahimovic bereiteten schön vor, Nocerini vollendete mit straffem Schuss ins linke Eck zum 1:1. Damit wären plötzlich die Italiener eine Runde weiter gewesen.

Doch der Schreck bei den Katalanen währte nicht lang. Nur neun Minuten später zeigte der niederländische Schiedsrichter Björn Kuipers erneut auf den Elfmeterpunkt. Alessandro Nesta hatte Sergio Busquets im Strafraum bei einem Eckball festgehalten. Diesmal sucht sich Messi die rechte Torecke aus und traf erneut - 2:1.

Kurz nach der Pause zeigte die Elf von Trainer Josep Guardiola dann, dass sie auch aus dem Spiel heraus treffen kann. Messis Schuss wurde abgeblockt, der Ball fiel zu Iniesta und der Welt- und Europameister schob locker zum 3:1 ein. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Mailand war nicht mehr in der Lage, die Gastgeber noch einmal in Verlegenheit zu bringen. Am Ende hätte Barça sogar höher gewinnen können.

dpa

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