Merkel kommt nicht zum EM-Halbfinale

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Bundeskanzlerin Angela Merkel stattete der Nationalmannschaft einen Besuch in ihrem Quartier ab.

Danzig - Beim Viertelfinale gegen Griechenland jubelte sie noch lauthals mit, doch beim EM-Halbfinale wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die Nationalmannschaft nicht vor Ort unterstützen.

Merkel nimmt zur gleichen Zeit an der zweitägigen Sitzung des europäischen Rates in Brüssel teil. Mittelfeldspieler Andre Schürrle hatte am Freitagabend nach dem 4:2-Sieg im Viertelfinale gegen Griechenland verraten: „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat uns allen persönlich gratuliert und eine kurze Rede gehalten. Sie findet es schade, dass sie beim Halbfinale nicht dabei sein kann.“ Die Kanzlerin habe aber die Hoffnung geäußert, die deutschen Spieler beim Finale wiederzutreffen.

EM-Viertelfinale: So jubelt die Kanzlerin

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Doch die Bundeskanzlerin kündigte einen Besuch an, sollte die DFB-Elf den Sprung ins EM-Endspiel am 1. Juli in Kiew schaffen. „Sie hat uns gratuliert und hofft natürlich, dass wir weiter Erfolg haben werden, weil sie eben zum Finale auch kommen würde“, berichtete Teammanager Oliver Bierhoff im ARD-Hörfunk über Merkels kurze Rede in der Mannschafts-Kabine nach dem 4:2-Sieg im Viertelfinale gegen Griechenland. Auch Kapitän Philipp Lahm erzählte von den Finalplänen der Kanzlerin. „Das war ganz entspannt. Wir haben ja ein lockeres Verhältnis“, erklärte Bierhoff weiter.

Merkel hat eine mögliche Reise in die Ukraine offiziell bisher offen gelassen. Die Bundesregierung hatte den Umgang der Ukraine mit der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko kritisiert. Bei den drei Vorrundenspielen, die Deutschland in ukrainischen Städten austrug, war die Kanzlerin nicht im Stadion.

„Es ist immer wieder aufregend. Anfangs habe ich gebibbert. Danach hatte ich aber den Eindruck, dass die Mannschaft überlegen ist“, sagte Merkel nach dem Live-Besuch des Viertelfinales im polnischen Danzig zu den Spielern. „Das ist immer ein sehr netter Besuch, der den Stellenwert der Nationalmannschaft zeigt“, kommentierte Bierhoff das erneute Aufeinandertreffen.

Auf einen Besuch des Halbfinals am Donnerstag in Warschau muss die Bundeskanzlerin verzichten. Merkel nimmt zur gleichen Zeit an der zweitägigen Sitzung des europäischen Rates in Brüssel teil.

dpa

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