Sieg! Meister Dortmund rennt den Bayern davon

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Jakub Blaszczykowski schoss das 1:0 für Dortmund

München - Borussia Dortmund rennt dem FC Bayern mit einem Sieg über den FSV Mainz davon. Zwischenzeitlich hat ein Ex-BVB-Stürmer dem Deutschen Meister einen Dämpfer verpasst.

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Borussia Dortmund befindet sich weiter auf Meisterkurs. Mit dem Vereinsrekord von acht Siegen in Folge baute der Titelverteidiger seine Tabellenführung nach dem verdienten 2:1 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 zumindest vorübergehend auf sieben Punkte aus und nutzte damit den Ausrutscher des direkten Verfolgers Bayern München drei Stunden zuvor in Leverkusen (0:2). Acht Zähler beträgt der Vorsprung auf die Borussia aus Mönchengladbach, die jedoch noch am Sonntag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) noch in Nürnberg antreten muss.

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Durch die Treffer von Jakub Blaszczykowski (26.) und Shinji Kagawa (77.), die gleichzeitig der 100. Bundesliga-Sieg in der Trainerlaufbahn von Jürgen Klopp besiegelten, blieben die Schwarz-Gelben zudem auch im 18. Spiel (15 Siege) nacheinender ohne Niederlage, was die 80.720 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park euphorisch feierten. Der im Winter von Dortmund nach Mainz zurückgekehrte Mohamed Zidan hatte mit seinem fünften Tor (74.) im fünften Spiel für Mainz den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt.

„Dortmund hat zurzeit einfach einenen Lauf. Vor allem in der ersten Halbzeit haben sie überragend gespielt“, sagte Zidan, der „aus Respekt vor dem BVB“ sein Tor wie angekündigt nicht bejubelte: „So, wie sie jetzt spielen, sind sie kaum zu stoppen.“

„Nach einer kurzen Schwächephase sind wir wieder so gut wie im Vorjahr“, meinte BVB-Innenverteidiger Mats Hummels, der vor einer Vorentscheidung nichts wissen wollte: „Ich weiß nicht, warum uns jetzt eine andere Rolle zugeschoben werden soll.“

Mit dem Selbstbewusstsein einer Serie von vier Unentschieden in ihren bisherigen Gastspielen in Dortmund versuchten die Rheinhessen, ihren Gegner mit dessen Waffen zu bekämpfen. Der FSV attackierte bereits im Mittelfeld mit der Absicht, dem BVB den Raum zum Kombinieren zu nehmen, um selbst nach der Balleroberung mit schnellen Angriffen für Gefahr zu sorgen.

Doch die Borussen hatten sich schon bald auf die Störmanöver eingestellt, wirkten zielstrebiger und kamen durch Kevin Großkreutz, der freistehend nur knapp eine Flanke von Blaszczykowski verpasste, zur ersten großen Chance (9.). Der FSV kam nur zu gelegentlichen Angriffen wie in der 21. Minute, als Marco Caligiuri aus spitzem Winkel über das Tor schoss.

Zidan, der vor dem Anpfiff offiziell von den BVB-Verantwortlichen verabschiedet wurde, konnte sich zunächst nicht in Szene setzen. Folglich erlebte BVB-Torhüter Roman Weidenfeller in seinem 250. Bundesligaspiel eine relativ ruhige erste Halbzeit. Das konnte sein Mainzer Kollege Christian Wetklo nicht behaupten, zumal er nach dem unhaltbaren Schuss Blaszczykowskis von der Strafraumgrenze in den Winkel hinter sich greifen musste.

Die Borussen agierten phasewnweise wie aus einem Guss, obwohl Coach Klopp den gelbgesperrten Kapitän Sebastian Kehl ersetzen musste. Für den Routinier rückte Ilkay Gündogan in der „Doppelsechs“ neben Sven Bender, der mit einem blauen Auge und Nasenpflaster als Folge der Gesichtsverletzung im Heimspiel eine Woche zuvor gegen Hannover auflief.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff verpasste Robert Lewandowski zwei große Möglichkeiten (50. und 52.) binnen 120 Sekunden, als er zunächst an Wetklo scheiterte und anschließend über das Mainzer Gehäuse schoss. Auch in der Folge stand der Mainzer Keeper im Fokus und war am Ende neben Eric Maxim Choupo-Moting noch der Beste seiner Mannschaft. Zidan gelang der Ausgleich, den Kagawa aber keine drei Minuten später konterte.

sid

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