Bastos soll kommen

Bestätigt: Holtby geht vorzeitig

+
Seine Tage auf Schalke sind wohl gezählt: Lewis Holtby.

Gelsenkirchen - Die Aufholjagd stockt, die Transfers von Lewis Holtby und Michel Bastos stehen kurz bevor: Bei Schalke 04 herrscht weiter Unruhe.

Der vorzeitige Wechsel von Jungnationalspieler Lewis Holtby vom Bundesligisten Schalke 04 zum englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur ist perfekt. Das bestätigten die Königsblauen am Montagnachmittag. „Wir haben für alle Beteiligten die beste Lösung gefunden“, sagte Manager Horst Heldt: „Lewis hatte uns signalisiert, dass er nicht abgeneigt wäre, vorzeitig zu wechseln, und Schalke 04 hat noch eine ordentliche Ablösesumme erhalten.“ Für den 22-jährigen Holtby sollen die Königsblauen nach Informationen der Bild-Zeitung rund 1,75 Millionen Euro Ablöse erhalten. Zudem soll ein Freundschaftsspiel gegen die Spurs ausgetragen werden.

Der Mittelfeldspieler hatte seinen auslaufenden Vertrag auf Schalke nicht verlängert und stattdessen einen Vertrag bei den Londonern bis 2018 unterschrieben. Damit ist auch die Verpflichtung des Brasilianers Michel Bastos vom französischen Erstligisten Olympique Lyon so gut wie sicher. Der 29-jährige Bastos soll bereits am Montag in Gelsenkirchen den Medizincheck absolvieren. Laut Bild soll der Linksaußen für anderthalb Jahre für 1,8 Millionen Euro ausgeliehen werden. Schalke soll zudem eine Kaufoption im Sommer 2013 und im Sommer 2014 erhalten. Lyon hatte zuletzt eine Ablösesumme von sieben Millionen Euro aufgerufen.

Den Ersatz für Holtby hatten die Königsblauen bereits vor knapp zwei Wochen verpflichtet: Der Ex-Berliner Raffael, vom ukrainischen Vizemeister Dynamo Kiew vorerst bis zum Saisonende ausgeliehen, soll auf der Spielmacherposition agieren. Bastos, der am Montag zum Medizincheck erwartet wurde und für den Lyon sieben Millionen Euro Ablöse aufgerufen hatte, soll auf der linken Außenbahn den verletzten Ibrahim Afellay ersetzen.

Die wichtigsten Winter-Transfers der Bundesliga

"Bäumchen wechsel dich" im Winter: Die wichtigsten Bundesliga-Transfers

Währenddessen ebbt die Diskussion um Neu-Trainer Jens Keller nach der Nullnummer in Augsburg nicht ab. „Ich weiß auch nicht, warum dieses Thema so dramatisiert wird“, sagte Höwedes, als er zum x-ten Mal nach der Arbeit des neuen Chefcoaches gefragt wurde. „Er macht einen super Job, deshalb kann ich die Diskussion überhaupt nicht nachvollziehen“, betonte der Nationalspieler.

Keller hat mit den Königsblauen zwar vier Punkte aus den ersten beiden Rückrundenspielen geholt und die Negativsere vom Ende der Hinrunde gestoppt. Doch der Rückstand auf die angepeilten Champions-Champions-Plätze ist am Wochenende wieder angewachsen: Der Tabellendritte Borussia Dortmund ist schon sieben Punkte weg, der Vierte Eintracht Frankfurt vier.

Außerdem ist nach dem dritten Pflichtspiel unter dem 42-Jährigen dessen Handschrift noch nicht zu erkennen. Von aggressivem Pressing und schnellem Umschaltspiel, wie von Keller angekündigt, ist noch nichts zu sehen, von Aufbruchsstimmung nichts zu spüren.

Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, der die Beförderung des U17-Trainers zuletzt noch einmal verteidigt hatte, wird „jetzt nicht ungeduldig“. Doch der Druck ist nach der Nullnummer beim Abstiegskandidaten Augsburg noch gestiegen, denn die Königsklasse bleibt weiter das erklärte Ziel. Alles andere als ein Sieg am kommenden Samstag gegen das abgeschlagene Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth würde Kellers Position weiter drastisch verschlechtern.

dpa/sid

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare