Jarchow will Team punktuell verstärken

HSV-Chef dementiert Gerüchte um Krkic

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Bojan Krkic spielt aktuell auf Leihbasis beim AC Mailand.

Hamburg - Nach Trainer Thorsten Fink hat auch Clubchef Carl Edgar Jarchow einen personellen Schnitt beim Hamburger SV in Aussicht gestellt. Medienberichten zu Folge steht Bojan Krkic auf der Wunschliste.

"Teilweise gab es Mentalitäts- und Qualitätsprobleme in der Mannschaft. Wir werden den Kader ausdünnen, punktuell verstärken", sagte der Vorstandschef des Traditionsvereins der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Fink hatte nach dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg Konsequenzen aus dem sportlichen Abschneiden gefordert: "Wir brauchen Spieler, die mitziehen und Gras fressen für den Club."

Dass der HSV neben Jeffrey Bruma (zurück zum FC Chelsea) ein gutes halbes Dutzend Spieler loswerden möchte, ist bekannt. Wer den HSV verstärken soll, ist dagegen offen. Übereinstimmenden Medienberichten zu Folge steht Bojan Krkic auf der Wunschliste weit oben. Fink und Sportchef Frank Arnesen sollen das 22 Jahre alte einstige Supertalent des FC Barcelona, das über den AS Rom inzwischen auf Leihbasis beim AC Mailand gelandet ist, sogar schon in Mailand getroffen haben.

Laut Jarchow ist eine Verpflichtung aber kein Thema. "Krkic wird nur als namhafter Zugang von seinem Berater gespielt. Da ist nichts dran. Aber ist doch schön, wenn die Medien mal wieder was zu schreiben haben", sagte Jarchow der Zeitung "Die Welt" (Mittwoch-Ausgabe).

Fink wollte sich am Dienstag nicht zu Krkic äußern. Der Stürmer könnte ein Thema werden, wenn Heung Min Son seinen Vertrag (bis 2014) nicht vorzeitig verlängert. Dann will der HSV, dem in diesem Geschäftsjahr ein Minus von bis zu 15 Millionen Euro droht, den umworbenen Torjäger im Sommer gegen eine Summe im zweistelligen Millionenbereich abgeben.

"Es ist eine Binsenweisheit: Bei einem Spieler, der noch ein Jahr Vertrag hat, versucht man als Verein zu verlängern - oder man trennt sich. Kein Verein will einen Spieler ablösefrei gehen lassen, kein Verein kann es sich erlauben, Millionen zu verschenken", sagte Jarchow.

dpa

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