„Zeiten einer Stammelf sind vorbei"

Sammer und Guardiola warnen die Stars

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Laut Matthias Sammer und Pep Guardiola muss jeder um seinen Stammplatz kämpfen

München - Der Luxuskader des FC Bayern darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Sammer und Guardiola kündigen an, dass keiner der Spieler eine Stammplatzgarantie hat.

Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola und Sportvorstand Matthias Sammer haben die erste deutliche Warnung an ihren Luxus-Kader ausgesprochen. „Die Zeiten einer Stammelf sind vorbei. Unser Trainer wird es so handhaben, dass jeder auf genügend Einsätze kommt. Wenn sich aber ein Einzelner in den Mittelpunkt stellt, kriegt er Ärger“, sagte Sammer im kicker.

Guardiola hatte bereits nach den deutlichen Erfolgen beim Telekom-Cup gegen Hamburg (4:0) und Gladbach (5:1) seinen Stars klargemacht, dass er keine Extratouren und Egoismen dulden wird. „Wenn die Spieler akzeptieren, dass ich der Boss bin, ist alles gut. Wenn sie an sich denken, gibt“s Probleme„, unterstrich der 42 Jahre alte Bayern-Coach und ergänzte: `Ich glaube, sie denken an Bayern.“

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Für Sammer ist der noch einmal verschärfte Konkurrenzkampf beim Triple-Gewinner gewollt und notwendig: „Wir brauchen diesen Kader. Der große Kader war 2012 eine Antwort auf das Jahr davor. Das Ergebnis: Jeder hat davon profitiert.“ Der FC Bayern habe nur „auf den Kalender reagiert und unseren Kader mit Stammspielern erweitert. Wir wollen international top aufgestellt sein“, hatte er zuvor schon dem SID gesagt.

Superstar Arjen Robben bewertet die Situation als „Wahnsinn. Das ist doch super. Das ist schon viel, aber wir haben natürlich auch viele Spiele und eine lange Saison. Da brauchst du viele Spieler und viel Qualität“, sagte der Niederländer dem kicker: „Das ist schon der beste Kader, in dem ich war.“ Es werde schwer sein für manche, „aber das spornt jeden an und treibt uns noch mehr an“.

Überhaupt sei es durch den Trainerwechsel gut, „dass es neue Dinge gibt. Es erfrischt uns. So bleibt man wach.“

Ehrenpräsident Franz Beckenbauer erwartet indes Probleme. „Zu viel Konkurrenz funktioniert auch nicht. Da hast du immer den einen oder anderen, der überhaupt nicht spielt. Was soll der dann machen? In der vierten Liga spielen, das ist auch nicht befriedigend“, sagte der „Kaiser“ der Münchner AZ. Da müsse der FC Bayern dann eine Lösung finden: „Verleihen oder verkaufen.“

In der Tat sind noch Abgänge möglich. Vor allem für den brasilianischen Nationalspieler Luiz Gustavo scheint beim deutschen Rekordmeister derzeit kein Platz mehr zu sein. Der Mittelfeldspieler wird weiter mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. Ausleih-Kandidaten sind zudem Emre Can und Mitchell Weiser, der schon im vergangenen Halbjahr in Kaiserslautern Spielpraxis gesammelt hatte.

Bis Ende des Monats planen die Verantwortlichen der Bayern eine Bestandsaufnahme. Zumal Guardiola während der Saison lieber mit einem kleineren Kader arbeiten möchte.

SID

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