Matthäus verlängert Vertrag in Bulgarien

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Lothar Matthäus bleibt Bulgarien treu.

Sofia - Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wird seinen Vertrag als bulgarischer Nationaltrainer vorzeitig um zwei Jahre bis 2013 verlängern.

Die Trainer-Wanderjahre von Lothar Matthäus scheinen beendet: Der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler wird seinen Vertrag als bulgarischer Nationalcoach vorzeitig um zwei Jahre bis 2013 verlängern und damit für einen persönlichen Rekord sorgen. Bei seinen bisherigen sechs Trainerstationen war der Weltmeister von 1990 nie länger als zwei Jahre tätig.

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„Matthäus wird zwei Jahre länger bei uns Trainer sein“, sagte der bulgarische Verbandspräsident Borislaw Mihajlow. Ein entsprechender Vertrag werde in den kommenden Tagen unterzeichnet. Der 50-jährige Matthäus, der das Amt im September 2010 übernommen hatte, soll die Bulgaren zur WM-Endrunde 2014 in Brasilien führen. In der Qualifikation sind Italien, Dänemark, Tschechien, Armenien und Malta die Gegner. „Wir streben die WM-Qualifikation für 2014 an“, sagte Matthäus.

Dabei lässt er sich auch von Rückschlägen wie dem 0:1 im Länderspiel am Mittwoch in Minsk gegen Gastgeber Weißrussland nicht aus der Ruhe bringen. „Ich bin sehr unzufrieden mit meinem Team. Aber wir können besser spielen, und ich hoffe, dass wir das in den nächsten Spielen zeigen werden“, sagte Matthäus.

Die Teilnahme an der EM 2012 in Polen und der Ukraine ist für die Bulgaren als Vierter der Gruppe G angesichts von sechs Punkten Rückstand auf das gleichauf liegende Spitzenduo England und Montenegro bei drei ausstehenden Spielen zwar kaum noch möglich. Doch bei den Offiziellen und den Fans kommt die Arbeit von Matthäus gut an. Er wird von den Verbandsoffiziellen als „Respektsperson“ und „ausgewiesener Fachmann“ gesehen. Der ehemalige Bundesligaprofi von Borussia Mönchengladbach und Bayern München ist in Bulgarien der erste ausländische Nationaltrainer seit dem Tschechen Rudolf Vytlacil 1966.

Als Nationaltrainer hatte Matthäus in Ungarn (2004/2005) Erfahrung gesammelt. Von einem Engagement in der Bundesliga hat er sich erst einmal verabschiedet. „Inzwischen bin ich in der Welt zu Hause - und mit diesem Leben komme ich ganz gut zurecht“, sagte Matthäus und fügte an: „Mein Name wurde in den vergangenen zehn Jahren dazu benutzt, um Schlagzeilen zu machen. Sobald ein Trainer entlassen wurde, wurde mein Name in der Presse gehandelt. Das waren alles frei erfundene Gerüchte. Aber sie haben dazu geführt, dass mein Ruf in Deutschland ziemlich Schaden genommen hat.“

Komplett zu den Akten legen will Matthäus seinen Traum von einer Anstellung in Deutschlands Eliteklasse jedoch nicht: „Ich bin und bleibe ein Kind und Kenner der Bundesliga, und wenn irgendwann mal ein passendes Angebot aus Deutschland kommt, dann denke ich sicherlich darüber nach.“

sid

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